
Wie wurden in den 1920er-Jahren aus netten Nachbarn Nazis, Täter und Mitläufer? Shida Bazyar über ihren Roman „Die Lücken“ und ihren Geburtsort, das ehemalige NS-„Gaumusterdorf“ Hermeskeil.

Adrian Schulz ist Redakteur für die Interview-Seiten „Im Gespräch“. Zuvor hat er beim Tagesspiegel volontiert und war Kolumnist der „taz“. Er hat Politik- und Literaturwissenschaften sowie Ästhetik in Frankfurt am Main studiert. Im Sommer 2025 war er als Arthur-F.-Burns-Fellow Gastautor beim Philadelphia Inquirer.

Wie wurden in den 1920er-Jahren aus netten Nachbarn Nazis, Täter und Mitläufer? Shida Bazyar über ihren Roman „Die Lücken“ und ihren Geburtsort, das ehemalige NS-„Gaumusterdorf“ Hermeskeil.

Die meisten Deutschen arbeiten einer Studie zufolge primär wegen des Geldes. Das liefert Stoff für die, die den Menschen mangelnde Motivation vorwerfen. Doch was tun Regierung und Unternehmen?

Aus einem Sowjet-Gefängnis wird ein Kunstraum, aus einem Bach ein Ort für Selbsterfahrungen: Lettland geht kreativ mit dem eigenen Erbe um.

Wolfgang Benz hält die Kritik an der Berliner Linken für zu weitgehend. Hier erklärt er, was die Partei jetzt tun muss und was man aus der Weimarer Republik für die Gegenwart lernen kann.

In Sachsen-Anhalt hat die AfD ein Rekordergebnis erzielt, in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin steht es bevor. Sechs Politikwissenschaftler über die Fehler der Demokraten – und die fatale Hoffnung auf Entzauberung.

Noch nie habe ein CDU-Chef der eigenen Partei so sehr geschadet wie Friedrich Merz, sagt die Politikwissenschaftlerin Ursula Münch. Ein Gespräch über das Kommunikationsproblem des Kanzlers – und eine Alternative zur Brandmauer.

Werner Krause ist Politikwissenschaftler und hat 142 Wahlen in 25 Ländern untersucht. Wie funktionieren Voraussagen – und was beeinflusst ihre Treffsicherheit?

Sich gesund zu ernähren, wird den Menschen wahnsinnig schwer gemacht, sagt Chris Methmann – und gibt Einblick in die Tricks der Lebensmittelindustrie.

KI-Chatbots, die uns dauernd bestätigen, schaden der menschlichen Psyche, sagt Jakob Hein. Warum er ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige fordert – und für Männer über 30.

Rhein und Elbe trocknen aus, die Zahl der Hitzetoten steigt ins Unermessliche. Die Politik reagiert kurzsichtig, wenn überhaupt. Das ist ein Skandal!

Rosa Schmucks medizinisches Fachgebiet ist der Anus. Und das größte Problem ihrer Patienten: die Scham. Wie der Po zum Freund wird – und welche Fehler viele Menschen beim Toilettengang machen.

Vor fünf Jahren zerstört ein Hochwasser das Ahrtal. Heute ist vieles wieder aufgebaut. Doch manche Schäden sind nur schwer zu reparieren. Sechs Betroffene berichten.

Das Geschäft in der SPD-Zentrale führt Klassiker der eigenen Geschichte von Eduard Bernstein bis Gerhard Schröder. Zum Monatsende macht es zu. Fehlt es am Interesse für die Partei?

François-Pierre Goy stieß unvermutet auf eine Sammlung von bisher unbekannten Mozart-Stücken. Hier spricht der französische Bibliothekar und Restaurator über seinen Fund.

Mit der neuen Grundsicherung sollen Bürgergeldempfänger schneller abgestraft werden. Was gerecht sein soll, nimmt Hilfsbedürftigen die Würde.

Zwei Milliarden Euro kostet es, Sprit und Flüge zu vergünstigen. Wo das Geld besser investiert wäre: in Bäume und Schatten. Das ist keine Hippie-Romantik, sondern ein Gebot der Vernunft.

Nach einem Jahr steckt die Bundesregierung in der Dauerkrise. Warum erreicht das Kabinett die Deutschen nicht? Peter Sprong, Präsident des Redenschreiber-Verbands, weiß die Antwort.

Für Gesine Schwan ist Arbeit eine Quelle von Lebenssinn. Doch im harten Politikbetrieb waren ihre Mühen nicht immer erfolgreich. Ein Gespräch über die Krise der SPD und ihre persönliche Work-Life-Balance.

Die selbsternannten Tierretter haben ein weltberühmtes literarisches Pendant. Kapitän Ahab wollte den Wal töten, sie wollen ihn am Leben erhalten. Doch beides zeugt von menschlicher Hybris.

Er galt als Konterrevolutionär, ist Laufstegtrainer und studierter Nuklearökologe: Jorge González über Trumps Drohungen gegen seine Heimat Kuba und die Haltung, mit der man durchs Leben kommt.

Die Geschlechterverhältnisse in unserer Gesellschaft sind nach wie vor geprägt von hierarchischer Ungleichheit, sagt Sozialpsychologe Rolf Pohl. Für manche Männer seien Frauen noch heute vor allem schmückendes Beiwerk.

Familienministerin Prien lässt die Förderung für über 200 Projekte auslaufen. Das Programm soll radikal umgestaltet werden. Hier schildern Vertreter von drei Organisationen, was das für sie bedeutet.

Ein Underdog, der um den Weltmeistertitel kämpft: Mit „Rocky“ verkörperte Sylvester Stallone den amerikanischen Traum. Was ist in Trumps USA davon übrig? Ein Besuch in Philadelphia.

Frank Scholze leitet die Deutsche Nationalbibliothek. Dort passen bald keine zusätzlichen Bücher mehr hinein. Ob der Bund Geld für einen Ausbau gibt, ist unsicher. Was droht, wenn der ausbleibt?
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