
Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz über die Gefahr aus Russland, den Sinn von Gesprächen mit Moskau und eine mögliche Verhandlerrolle Indiens.

Anja Wehler-Schöck ist seit 2025 Mitglied der Chefredaktion des Tagesspiegels. Ab 2022 baute sie beim Tagesspiegel das neue Ressort Internationale Politik auf, das sie seitdem leitete. Zuvor war sie Chefredakteurin des IPG-Journals, einer Debattenplattform für Fragen internationaler und europäischer Politik. Frühere Tätigkeiten führten sie nach Washington, wo sie während der ersten Trump-Administration als Sozialreferentin an der Deutschen Botschaft arbeitete, und in den Nahen Osten, wo sie von 2012 bis 2017 das Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung für Jordanien und Irak in Amman leitete. Jeden Freitag schreibt sie in ihrem Newsletter „Thank God It’s International Friday“ über die wichtigsten internationalen Themen der Woche.

Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz über die Gefahr aus Russland, den Sinn von Gesprächen mit Moskau und eine mögliche Verhandlerrolle Indiens.

Die Deutschen? Übersensibel, bürokratieversessen, beharrungsromantisch. Topmanager René Obermann hat ein paar Vorschläge – und würde trotz allem wieder hier gründen.

Der US-Präsident verweigert Journalisten von CNN, Politico und MS NOW den Zutritt zum Weißen Haus. Sein Umbau der Medienlandschaft dient weltweit als Playbook für antidemokratische Akteure – auch für die AfD.

Vielerorts vertrauen die Menschen China inzwischen mehr als den USA. Das ist eine gefährliche Entwicklung – und ein Alarmsignal für Europa.

Die Türkei ist für EU und Nato ein unverzichtbarer Partner. Das heißt nicht, dass Europa wegschauen darf, wenn der türkische Präsident mit eiserner Hand gegen Regimekritiker und Zivilgesellschaft vorgeht.

Europa investiert mehr in Verteidigung – das ist Trumps Verdienst. Doch anstatt die Nato zu stärken, schwächt er sie. Für die Bündnispartner heißt das: Die „Europäisierung“ der Allianz muss mit Leben gefüllt werden.

Großbritannien wird bald den siebten Premierminister in zehn Jahren haben. Keir Starmers Rücktritt ist das jüngste Symptom der britischen Dauerkrise seit dem Brexit. Das ist ein Lehrstück für Europa.

50 Jahre nach Gründung des Formats wird der G7-Gipfel in Évian von einem Mitglied dominiert, das seine Prinzipien offen bricht: den USA. Auflösen sollte man die G7 dennoch nicht. Sondern neue Allianzen stärken.

An diesem Freitag tritt der europäische Asylpakt in Kraft – ein echter Fortschritt. Die Rückführungsverordnung, die ihn begleitet, ist dagegen ein gefährlicher Irrweg. Und ein Geschenk an die Rechtspopulisten.

An Bord eines Rettungsschiffs vor Lampedusa hat der Hollywood-Star Menschen getroffen, die lieber sterben würden, als in ihre Heimat zurückzukehren. Im Gespräch erklärt der 76-Jährige, was er in der Migrationspolitik ändern würde.

Die gescheiterte Bewerbung um einen Sitz im UN-Sicherheitsrat ist auch eine Folge von außenpolitischen Widersprüchen. Deutschland muss sich nun als Land mit klarer Haltung zeigen.

Am Mittwoch stimmen die UN über die rotierenden Mitglieder im Sicherheitsrat ab. Das Gremium ist kaputt. Russland versucht, Deutschlands Wahl zu torpedieren. Genau deswegen braucht Deutschland dort einen Sitz.

Rechts-außen-Parteien ausbremsen, indem man ihre Themen und Argumente übernimmt? Das kann nicht funktionieren, sagt Extremismusforscher Cas Mudde. Was dann?

Joe Kaeser geht hart mit der Koalition ins Gericht. Was er von Friedrich Merz hält, warum er ein Weiter-so der Regierung fürchtet – und den Begriff „Brandmauer“ im Umgang mit der AfD falsch findet.

Während Europa von einer Renaissance der Kernenergie träumt, verursacht der russische Präsident Wladimir Putin reale nukleare Gefahren. Ganz ohne Atomwaffen.

Die Ungarn stimmen an diesem Sonntag über die Systemfrage ab: Mit Magyar zurück zur Demokratie oder mit Orbán weiter in die Autokratie? Eine folgenreiche Wahl – auch für Europa.

Der frühere israelische Regierungschef Olmert hadert mit den Widersprüchen im Handeln des US-Präsidenten. Er hofft, dass Israel der größte Gewinner des Iran-Kriegs wird – und Premier Netanjahu der größte Verlierer.

Andrius Kubilius ist derzeit auf „Raketentour“, um sich einen Überblick über die Abwehrfähigkeiten des Kontinents zu verschaffen. Er sieht großen Nachholbedarf.

Wir leben in einer Zeit, in der schnelle Entscheidungen gefragt sind. Doch die EU lähmt sich durch überbordende Bürokratie und Verhandlungsschleifen. Dabei ginge es auch anders.

Die Themen der Woche: Wäre Hans Morgenthau ein Trump-Fan? | Militärschläge gegen den Iran | Regimewechsel ohne Strategie – schon wieder | Wer gestaltet die neue Weltordnung?

Wie geht es nach der MSC politisch nun weiter? Und: Sprechgesänge im Münchner Hofbräuhaus und was Hillary Clinton über die Epstein-Affäre sagt.

Die MSC war kontrovers. Unsere Reporter waren vor Ort und haben zusammengefasst, welche Zitate und Einlassungen sie besonders bedeutend fanden.

Statt eines offenen Eklats wie im Vorjahr gab es für den wichtigsten Redner aus den USA diesmal stehende Ovationen. Aber erste Reaktionen zeigen, wie kontrovers Marco Rubios Aussagen sind.

Von heute an wird München drei Tage lang zum Brennpunkt globaler Krisen: die 62. Sicherheitskonferenz startet. Wir sind für Sie vor Ort.
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