
Indie-Rock, der nach Rotwein und Grabesschwere klingt, selbstbezogener Synth-Pop, imperiale Orgelklänge und Dominoeffekte: Das sind die Alben der Woche.

Thomas Wochnik kümmert sich im Kulturressort um Zeitgenössisches, Experimentelles und Kurioses aus Kunst und Musik. 2018 kam er als freier Schreiber für „Checkpoint“ und Berlinressort zum Tagesspiegel, seit 2020 ist er regelmäßig für den Tagesspiegel im Radioeins Soundcheck zu hören. Vor seiner Tagesspiegelzeit lernte er ein Jahrzehnt lang die Kunstwelt in immer wechselnden Rollen von innen kennen, als künstlerischer Assistent, Musiker und Künstler, Techniker und Kurator, sowie als Autor von Vorträgen, Katalog- und Ausstellungstexten.

Indie-Rock, der nach Rotwein und Grabesschwere klingt, selbstbezogener Synth-Pop, imperiale Orgelklänge und Dominoeffekte: Das sind die Alben der Woche.

Standing Ovations in allen Rängen: Das Londoner Chineke! Orchestra und die Vokalisten der Cape Town Opera beeindrucken mit George Gershwins Oper.

Hans Werner Henze dachte seine Neunte Sinfonie als Gegenentwurf zur Neunten Beethovens, verkehrte die Brüderlichkeit angesichts des Naziterrors in ihr Gegenteil. So war das Konzert in der Berliner Philharmonie.

Jörg Widmann holte mit dem LFCO Wolfgang Rihms „Tutuguri“ ins Musikfest. So war das Konzert in der Berliner Philharmonie.

Zu seinem Amtsantritt in Luzern dirigierte Jörg Widmann das spektakulärste Orchesterwerk des 20. Jahrhunderts. Nun kommt er damit auch nach Berlin. Der Aufwand ist immens.

Sie ist eine der gefragtesten Sopranistinnen, zeitgenössische Komponisten schreiben gerne für ihre Stimme: Für eine Berlinpremiere und eine Uraufführung kommt Sarah Aristidou nun nach Berlin. Ein Gespräch.

Ralf Hütter hat vor einem halben Jahrhundert mit Florian Schneider Musik geschrieben, die noch heute nach Zukunft klingt. Und mit ihr Musikgeschichte. Nun wird der Kraftwerk-Gründer 80.

Vor kurzem erst mit dem Deutschen Jazzpreis ausgezeichnet, war die Jazzwerkstatt Peitz dieses Jahr besonders gut besucht. Das Lineup war bunt, die Hitze zermürbend.

Daniel Barenboim dirigierte sein Kulturbotschafter-Orchester in der Waldbühne, und mit dem Starcellisten Yo-Yo Ma. So war das Konzert am Donnerstagabend.

Die Halberstädter Aufführung von John Cages Komposition ist auf 639 Jahre angelegt. Ein Vierteljahrhundert lang läuft das Konzert bereits, alle paar Jahre gibt es einen Klangwechsel. So war der letzte.

Mahnende Worte: Nach skandalträchtiger Aus- und dann Wiedereinladung reicht Michel Friedman Bayreuth-Chefin Katharina Wagner die Hand und lobt den Neubeginn.

Wenn auf dem Grünen Hügel in Bayreuth die Hörnerhelme ausgepackt werden, dreht sich die Opernwelt alljährlich um Richard Wagner, die Person, das Genie, den Antisemiten. Was hat es mit dem Dauerhype auf sich?

Die Kürzungen im Kulturhaushalt machen sich in den Opernhäusern deutlich bemerkbar. Einige spektakuläre Highlights gibt es dennoch, inklusive Helikopter-Konzert. Ein Überblick.

Seit fast 25 Jahren mischt das Berliner Ensemble Novoflot die Opernszene mit ungewöhnlichen Eigenproduktionen auf. Dieses Wochenende in der Elisabeth-Kirche. Ein Probenbesuch vorab.

Am Wochenende spielt David Garrett mit großer Besetzung beim Classic Open Air auf dem Gendarmenmarkt. Ein Gespräch über Klassik-Pop-Rock-Crossover, seine wertvollen Instrumente und die Hausaufgaben eines jeden Geigers.

Sein Talent für die Musik rettete ihn vor dem SS-Internat, Italien vor der Borniertheit der Neuen Musik in Deutschland. Der bedeutende Komponist Hans Werner Henze wäre am 1. Juli 100 geworden.

François-Pierre Goy stieß unvermutet auf eine Sammlung von bisher unbekannten Mozart-Stücken. Hier spricht der französische Bibliothekar und Restaurator über seinen Fund.

Der Musikwissenschaftler und Pianist Jascha Nemtsov fordert, dass die Festspiele vom Kult um Gründer Richard Wagner ablassen. Weshalb, das verrät er im Gespräch.

Eine Originalpartitur von Wolfgang Amadeus Mozart hält die Klassikwelt in Atem. Radio France hat das Werk nun ausgestrahlt.

Gustavo Dudamel kombiniert zwei Revolutionswerke zu einem einzigen Programm. Aber entfaltet sich die revolutionäre Kraft auch im Konzert?

Himmlisch-luftige Pop-Hymen, ein Konzeptalbum über die Liebe und der Schlachtruf eines wütenden Punkrockers: Das sind die Platten der Woche.

Seit drei Jahrzehnten prägt die Singuhr schon die Klangkunst – weltweit. Kein Alter, findet Kurator Carsten Seiffarth, der bereits Stoff für die nächsten Jahrzehnte parat hat. Aber erst mal das Jubiläum feiern.

Miles Davis hat Generationen von Jazz- und Popmusikern inspiriert mit seiner Neugier und Experimentierlust. Ohne ihn klänge die Welt heute anders. Was sechs seiner Meisterwerke unvergesslich macht.

Die Gema hat über die Zukunft ihrer Musikförderung abgestimmt – mit weitreichenden Konsequenzen für viele Musikschaffende. Die Frage, um die es dabei wirklich ging, stand dabei gar nicht auf dem Zettel.
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