Je größer, desto mehr: Was Unternehmensberater verdienen
Berater-Gehalt Viel Stress, viel Geld
Berufseinsteiger, die den Sprung in eine der großen Beratungsfirmen wie McKinsey, Roland Berger, Boston Consulting Group oder Accenture schaffen, können sich über üppige Einstiegsgehälter freuen. Topverdiener streichen dort schon mal 70.000 Euro im Jahr ein - für den Anfang, wohl gemerkt. Die meisten Unternehmensberater arbeiten allerdings bei kleinen und mittelständischen Beratungen, wo sie weniger verdienen. Die Einstiegsgehälter bewegen sich nach einer Auswertung der Vergütungsberatung PersonalMarkt im Schnitt zwischen 49.000 und 59.000 Euro Jahresgehalt - je nach Unternehmensgröße.
Ist der Einstieg geschafft, geht es auf strikt vorgezeichnetem Karriereweg weiter. Trotz vieler Zwischenstufen mit teilweise verwirrenden Titeln verläuft der klassische Weg auf der Karriereleiter immer ähnlich: Vom Junior-Berater über den Senior-Berater bis hin zum Partner. Parallel dazu entwickeln sich die Gehälter: Junior-Berater verdienen zwischen 66.000 Euro und 76.000 Euro jährlich, Senior-Berater kommen auf Verdienste zwischen 88.000 und 94.000 Euro jährlich. Darin enthalten sind neben den fixen Bezügen auch sämtliche variable Anteile.
Auf dem Weg an die Spitze wird allerdings gnadenlos ausgesiebt. Wer sich nicht so entwickelt wie die Firma sich das vorstellt, muss gehen. "Up or out", auf- oder aussteigen, lautet die Branchenregel. Dabei zählt allein der Umsatz. Und so gibt es nicht wenige, die einen solchen ständigen Zeit- und Leistungsdruck nicht mehr aushalten wollen oder können - und aussteigen. Viele wechseln auf Posten in der Industrie - die finanziell meist nicht weniger attraktiv sind als solche in der Beratung.
Wer bleibt und es bis zum Partner schafft, kann sich über ein Gehalt zwischen 140.000 und 240.000 Euro jährlich freuen. Im Schnitt wohlgemerkt, denn Spitzenverdiener in dieser Kategorie erzielen durchaus Gehälter von 400.000 Euro - und darüber.
Von Heike Friedrichsen, PersonalMarkt