Erfolgreicher Höhenflug Solarflugzeug segelt der Sonne entgegen
Rund 200 Zuschauer sahen dem Start des rund 75 Meter langen Flugobjekts zu, das wie ein riesiger Bumerang aussieht. Auf der Startbahn bewegte sich das Flugzeug mit einer Geschwindigkeit von rund 30 Kilometern in der Stunde, hob kurz ab und setzte dann noch einmal auf dem Boden auf, bevor es sich langsam und stetig in die Lüfte erhob.
Erst für die Rückkehr zum Boden auf der Hawaii-Insel Kauai wurden die Reservebatterien des 15 Millionen Dollar teuren Flugzeuges eingeschaltet. Bei einem späteren Test soll "Helios" auf über 30.000 Meter steigen, höher als jede andere unbemannte Maschine vor ihr. Derzeit liegt der Höhenrekord bei rund 24.000 Metern. Kommerzielle Verkehrsmaschinen fliegen durchschnittlich in einer Höhe von 10.000 Metern.
"Helios", das gemeinsam von der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa und der US-Firma AeroVironment entwickelt wurde, wird mittels Computern vom Boden aus ferngesteuert.
Der erste Versuch mit "Helios" hatte 1999 auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Edwards stattgefunden - damals allerdings gespeist von Batterien. Auch die Höhe blieb mit lediglich 300 Metern deutlich hinter den Möglichkeiten zurück.
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Diesmal wurde die zu Hawaii gehörende Insel Kauai gewählt, weil die Sonne dort genug Energie liefert, um das leer knapp 600 Kilogramm schwere Flugzeug in die Lüfte zu heben. Die Solarzellen liefern dabei so viel Strom wie drei bis vier Durchschnittshaushalte pro Tag verbrauchen. Später sollen in das Flugzeug Akkus eingebaut werden, so dass "Helios" Sonnenenergie speichern und dann sogar monatelang im Betrieb bleiben kann.
Mögliche Einsatzgebiete für "Helios" sind nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa unter anderem Telekommunikationsdienstleistungen, etwa in abgelegenen Gebieten, aber auch Wetterbeobachtungen und Aufklärungsflüge für das Militär stehen auf der Agenda. Bei geheimen Missionen hat "Helios" verglichen mit herkömmlichen Aufklärern gleich mehrere Vorteile: Die Propeller arbeiten nicht nur extrem leise, das segelnde Ungetüm ist auch auf keinem Radarschirm zu entdecken.