Ehefrau verteidigt Kapitän
Giglio (RP) Elf Tage nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" mit mindestens 16 Toten hat die Ehefrau des Kapitäns ihren Mann verteidigt. Auf Francesco Schettino, der das Schiff vor Italien auf einen Felsen gesteuert und es dann vor Abschluss der Evakuierung verlassen haben soll, werde eine "Hetzjagd" gemacht. "Ich kann mich an keine Luftfahrt- oder Schiffskatastrophe erinnern, bei der der Verantwortliche mit solch einer Wucht angegriffen worden wäre", sagte Fabiola Russo dem Magazin "Paris Match". "Man sucht einen Schuldigen, einen Sündenbock. Aber er ist kein Monster", betonte sie. Schettino liebe die Seefahrt, er habe nie aufgehört, sich weiterzubilden. "Deshalb war er für die Besatzung immer eine Anlaufstelle, ein Lehrer."