Der Student, der seine Taube siezt
Roman Kress hat keinen Vornamen, wozu auch? Er verlangt es, gesiezt zu werden, da ist ein Vorname nur hinderlich. Kress, Student in Berlin-Neukölln, Ketchuptoast-Liebhaber, ist der letzte Denker. Ein Genie, das seinen Dozenten längst voraus ist, das seine ganze Generation als eine von Schwätzern empfindet. Dabei ist Kress vor allem ein ziemlich einsamer junger Mann, dessen einziger Gesprächspartner Gieshübler ist, eine Taube, die Kress seinem Naturell entsprechend siezt. "Kress" ist der Debütroman des in Wesel geborenen und in Goch aufgewachsenen Aljoscha Brell.