Israels Angriff auf Iran Ewiger Machtkampf
Dichter Rauch steigt über Teheran auf. Ein Öldepot im Nordwesten der iranischen Hauptstadt brennt, nachdem es in der Nacht von einem israelischen Angriff getroffen wurde. Noch am nächsten Morgen liegt im Stadtteil der Geruch von verbranntem Öl in der Luft, und Anwohner berichten von heftigen Explosionen aus anderen Orten der Stadt. »Teheran brennt«, schreibt der israelische Verteidigungsminister Israel Katz triumphierend auf der Onlineplattform X.
Am 13. Juni beginnt Israel den Krieg mit Angriffen auf Iran. Israel gibt an, dass es mit seiner Offensive »Operation Rising Lion« Militär- und Nukleareinrichtungen des islamistischen Regimes in Visier nimmt. Bei den Angriffen werden führende iranische Militärs und Nuklearwissenschaftler getötet. Fotos und Berichte aus Iran zeigen, dass auch Wohnhäuser beschädigt werden und etliche Zivilisten sterben.
Als einzige De-facto-Atommacht im Nahen Osten versucht Israel seit Jahrzehnten, jede nukleare Aufrüstung feindlicher Staaten zu verhindern – aus der Überzeugung heraus, dass eine solche Entwicklung die Existenz des jüdischen Staates bedrohen würde. Israel begründet die Angriffe im Juni damit, Iran an einem möglichen zukünftigen nuklearen Angriff hindern zu wollen. Man habe »das Herz des iranischen Atomprogramms« getroffen, erklärt der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu. Teheran hingegen spricht von einer Kriegserklärung durch Israel und betont, das iranische Atomprogramm diene ausschließlich friedlichen Zwecken.
Die Eskalation gilt als der schwerste Schlagabtausch zwischen den beiden Ländern seit Jahrzehnten, durch den Gazakrieg hat sich die Lage stark verschärft. Am 25. Juni tritt unter Druck der USA eine Waffenruhe zwischen Israel und Iran in Kraft.