Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde Iran baut sein Atomprogramm weiter aus
Die iranische Flagge vor dem Gebäude der IAEA in Wien (Archivbild)
Foto: Leonhard Foeger / REUTERSIran setzt den Ausbau seines Atomprogramms mit unverminderter Dynamik fort. Wie aus einem Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien hervorgeht, hat Teheran inzwischen die Menge an hoch angereichertem Uran noch einmal aufgestockt. Zugleich setzt die Islamische Republik laut Analyse der IAEA immer modernere und leistungsfähigere Zentrifugen zur Herstellung von hoch angereichertem Uran ein.
Für den Bau einer Atombombe muss Uran einen Reinheitsgrad von 90 Prozent haben. Der Iran hat laut Bericht inzwischen zehn Kilogramm fast waffenfähiges Uran, das auf 60 Prozent angereichert ist. Zuletzt waren es 2,4 Kilogramm. Die Gesamtmenge an Uran ist allerdings im Vergleich zum Iran-Bericht der IAEA von Juni um 700 Kilogramm auf rund 2500 Kilogramm gesunken.
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Damit verstößt Iran dem Bericht zufolge deutlich gegen Auflagen des Wiener Atomabkommens von 2015, das ihn am Bau einer Atombombe hindern sollte. Teheran behauptet, dass sein Atomprogramm nur zivilen Zwecken dient.
Die IAEA monierte zudem fehlende Kontrollmöglichkeiten. Iran hatte Ende Februar Inspektionen für einige seiner Atomanlagen eingeschränkt. Seitdem seien »die Überprüfungs- und Überwachungsmaßnahmen der Behörde ernsthaft beeinträchtigt«, heißt es in dem Bericht.
Bemühen um Verhandlungslösung
Unterdessen bekräftige Iran, die Verhandlungen zur Wiederbelebung der Vereinbarung in Wien fortsetzen zu wollen. Ein Termin dafür wurde nicht genannt. Die seit April in Wien laufenden Verhandlungen über die Rettung des Atomabkommens wurden nach der Präsidentenwahl Mitte Juni und dem Regierungswechsel in Iran unterbrochen. Die verbliebenen Partner der Vereinbarung – China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland – bemühen sich um die Rückkehr der USA zu dem Deal. Gleichzeitig soll auch der Iran seine Auflagen wieder einhalten