Zwei weitere Geiseln der Hamas sind frei. Die extremistische Palästinenserorganisation hat zwei Frauen aus der Gefangenschaft entlassen, Nurit Cooper und Yocheved Lifshitz – aus gesundheitlichen Gründen, wie die Hamas erklärte. Auf den veröffentlichten Bildern versorgen die Terroristen ihre Geiseln demonstrativ mit Essen und Trinken. Sie wollen offenbar möglichst menschlich erscheinen, zwei Wochen nach ihrem grausamen Anschlag auf Israel, mit mehr als 1400 Toten.
Diese Bilder sollen vom Grenzübergang Rafah zwischen Ägypten und dem Gazastreifen stammen. Mitarbeiter des Roten Kreuzes übergaben die Frauen auf der ägyptischen Seite der Grenze medizinischen Hilfskräften. Im Anschluss wurden Cooper und Lifshitz nach Tel Aviv transportiert.
Daniel Lifshitz, Enkel einer Geisel:
»Wir sind sehr emotional und glücklich über die Ankündigung, dass meine Großmutter, Yocheved Lifshitz, und Nurit Cooper, beide aus dem Kibbuz nahe Oz, aus humanitären Gründen zurückkehren. Ich freue mich sehr, wir erwarten sie hier alle und wir erwarten weitere Verbesserungen für alle Gefangenen aus unserem Kibbuz. Ganz allgemein hoffen wir einfach, dass es ihr gut geht, wir werden sie jetzt sehen.«
Es ist bereits das zweite Mal, dass die Hamas seit ihrem Angriff Geiseln gehen lässt. Schon am Freitagabend waren eine US-amerikanische Frau und ihre Tochter frei gekommen. Es wird vermutet, dass die Hamas sich auf diesem Weg Zeit erkaufen will – auch um eine israelische Bodenoffensive im weiter Gazastreifen zu verzögern. Mehr als 200 Geiseln sind jetzt noch in der Gefangenschaft der Hamas.