(10.11.2025)
Truppenbewegung à la »Mad Max«: Russische Militärblogger veröffentlichten jüngst dieses Video vom Einmarsch in die ukrainische Stadt Pokrowsk. Das Video wurde von Reuters verifiziert: In dichtem Nebel rollen die Soldaten auf Motorrädern und auf den Dächern ramponierter Lieferwagen in die Stadt.
In russischen Medien wird Pokrowsk als »Tor nach Donezk« bezeichnet. Denn von hier aus wäre ein Vorstoß nach Norden möglich, in die beiden größten noch unter ukrainischer Kontrolle stehenden Städte in der Region – Kramatorsk und Slowjansk .
Seit mehr als einem Jahr versuchen Putins Truppen, Pokrowsk zu umzingeln. Sie kommen nur schleppend voran. Aber beständig.
Karten von Militäranalysten dokumentieren täglich die umkämpfte Lage in der Region.Für Zivilisten ist ein Leben in Pokrowsk so gut wie unmöglich geworden.
(2019)
Und so sah die Stadt vor der russischen Zerstörung aus. Hier lebten rund 60.000 Menschen.
(2025)
Heute sollen etwas mehr als eintausend noch in der Stadt ausharren. Zum Teil, weil sie schlicht nicht evakuiert werden können – zu groß ist die Gefahr durch ständige Drohnen- und Gleitbombenangriffe.
(2019)
Einst war die Stadt ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt.
(2025)
Heute sind Straßen und Brücken zerstört. Es ist Russlands Versuch, ukrainische Verteidiger in der Stadt zu isolieren – und die Versorgung unmöglich zu machen.
Und die Bedrohung für die verbliebenen Zivilisten steigt stündlich:
So gibt es jüngste Berichte über das Eindringen russischer Sabotagegruppen in die Stadt. Genau so könnten sie ankommen: wie in einem dystopischen Film.