Bröckelnder Autoabsatz: Schlechte Stimmung vor der IAA - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Bröckelnder Autoabsatz Schlechte Stimmung vor der IAA

Kurz vor Beginn der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt kämpft die Autoindustrie weiter mit Absatzproblemen. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf acht Prozent.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Frankfurt am Main - Im August blieb die Zahl der Neuzulassungen mit 240.000 rund zwei Prozent unter dem Vorjahresergebnis, teilte der Verband der Automobilindustrie (VDA) mit. Der Rückgang fiel etwas geringer aus als in den Vormonaten; seit Jahresbeginn summiert sich das Minus dennoch auf acht Prozent.

Die Branche rechnet erst 2008 mit einer echten Erholung des Marktes, der nach der Mehrwertsteuererhöhung vom Jahresbeginn eingebrochen war. Als Bremsfaktor sieht der VDA auch die Klimadebatte, die Käufer verunsichere. Die Autobauer erhoffen sich von der Internationalen Automobilausstellung (IAA) einen positiven Impuls.

"Es kann allerdings sein, dass wir den Ruck erst Anfang 2008 in voller Stärke erleben", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann dem "Tagesspiegel" (Mittwoch). Der Verband hatte seine Prognose für 2007 wegen des schleppenden Absatzes zwei Mal gesenkt und rechnet in diesem Jahr nur noch mit 3,2 Millionen Neuzulassungen.

Dagegen boomt die Nachfrage nach deutschen Autos im Ausland. In den ersten acht Monaten wurden mit 2,85 Millionen elf Prozent mehr Fahrzeuge exportiert als ein Jahr zuvor. Bei den Ausfuhren erwarten die deutschen Hersteller 2007 einen neuen Rekordwert von 5,6 Millionen Autos. "Der Export bestimmt weiterhin die Pkw-Konjunktur", meldete der VDA. Drei von vier im Inland hergestellten Wagen würden inzwischen ins Ausland verkauft. Besonders hoch sei die Nachfrage in den neuen EU-Ländern und Russland.

hil/dpa

Mehr lesen über