Corvette Z06: Pedal to the metal - DER SPIEGEL
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Corvette Z06 Pedal to the metal

Der größte Autohersteller der Welt, General Motors, trumpft auf der IAA in Frankfurt mit dem bislang stärksten Modell des Markenkonglomerats auf. Die Corvette Z06, eine zackig zerklüftete Flunder, lässt sich auf dem Niveau von Ferrari und Lamborghini bewegen.
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Die Liebe zum Superlativ kennzeichnet das Auto, das mit bananengelber Karbonkarosserie auf dem Messestand am Main stehen wird: "Die stärkste und schnellste Corvette, die es jemals gab", huldigen die Amerikaner dem Auto, das durch einem Techniktransfer aus dem Corvette-Motorsportprogramm entstanden ist. Der Rennwagen siegte in der GT-1-Klasse beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans, die Serienversion soll sich jetzt "auf Augenhöhe mit der Elite der europäischen Supersportwagen" messen.

Zieht man allein die Papierdaten in Betracht, ist das keineswegs übertrieben. Der V8-Motor der Corvette leistet 512 PS (379 kW) und beschleunigt den Wagen in 3,9 Sekunden von 0 auf Tempo 100. Als Höchstgeschwindigkeit gibt GM 319 km/h an - damit hält das Fabrikat aus Bowling Green im US-Staat Kentucky ganz gut mit im Reigen der italienischen Extremsportler aus Maranello oder Sant'Agatha. Als Motor kommt ein auf sieben Liter aufgebohrter Smallblock zum Einsatz. Das Leichtmetallaggregat wurde durch Pleuel, Einlassventile, Ventilfedern und Stößelstangen aus Titan besonders schlank und standfest gemacht. Dazu kommen geschmiedete Kolben, eine geschmiedete Kurbelwelle und eine Trockensumpfschmierung, um die Ölung des Motors auch bei hanebüchenen Kurvengeschwindigkeiten sicherzustellen.

Passend zu gewaltigen Motorkraft von 637 Newtonmeter bei 4800 Umdrehungen pro Minute wurde auch das Sechsgang-Schaltgetriebe sowie andere Teile des Antriebsstrangs widerstandsfähiger ausgelegt. Die Bremsanlage erhielt ebenfalls ein Update, als Räder kommen Leichtmetallfelgen - vorne 18 Zoll, hinten 19 Zoll - zum Einsatz. In der Karosserie befinden sich im Vergleich zur Standard-Corvette ein paar mehr Schlitze sowie eine Hutze auf der Motorhaube, um die Kühlung des Triebwerks zu verbessern.

Damit der Fahrer ebenfalls kühlen Kopf bewahrt, gibt es eine Zwei-Zonen-Klimaanlage, ein Head-up-Display, das relevante Fahrinformationen auf die Windschutzscheibe projiziert, und Ledersportsitze. Ob ein Navigationsgerät zur Serienausstattung zählen wird, ist noch nicht entschieden. Der Preis jedoch steht fest: 79.950 Euro wird die Corvette Z06 kosten.

Das ist im Vergleich zu Ferrari und Co. durchaus ein Sonderangebot. Zumal auch die Spritkosten für ein Auto dieses Zuschnitts moderat bleiben dürften. Denn der Normverbrauch des Wagens liegt bei ziemlich exakt zwölf Litern, was die Z06 in den USA zum einzigen Supersportwagen macht, der von der amerikanischen Verbrauchssteuer, der sogenannten Guzzler-Tax ausgenommen ist (die ab umgerechnet etwa 13 Litern je 100 Kilometer fällig wird). Wer hätte noch vor ein paar Jahren gedacht, dass ausgerechnet aus Amerika mal ein Spar-Sportwagen kommen würde?

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