Crashtest-Probleme Audi will beim A2 nachbessern
Die Kappe oberhalb des Anlassers wird "einerseits flexibel, andererseits ausreichend stabil" sein, so Audi-Sprecher Josef Schloßmacher auf Nachfrage. Dadurch soll der entsprechende Bereich im Motorraum besser vor Kurzschlüssen geschützt werden.
Bei einem Crashtest des ADAC waren vergangene Woche im eng gepackten A2-Motorraum Teile der Klimaanlage mit dem Anlasser in Kontakt gekommen. Durch den Kurzschluss geriet der A2 teilweise in Brand - rund zwei Minuten nachdem die Tester den Wagen gegen die Wand gefahren hatten.
Die neue Kappe soll das zukünftig verhindern. Wie Schloßmacher gegenüber SPIEGEL ONLINE betonte, wird das neue Bauteil nicht nur in Wagen mit Klimaanlage, sondern in alle A2 serienmäßig eingebaut werden. Bereits ausgelieferte Autos sollen "schnellstmöglich" nachgerüstet werden - für Schloßmacher eine "relativ einfach Aktion".
Bei der Nachbesserung hilft den Ingolstädtern zudem, dass der Kleinwagen erst seit wenigen Wochen an Käufer geliefert wird. Audi-Sprecher Schloßmacher schätzt, dass die Zahl der ausgelieferten A2 "im oberen dreistelligen Bereich" liegt. Die A2-Besitzer sollen jetzt angeschrieben werden. An eine offizielle Rückrufaktion zusammen mit dem Kraftfahrtbundesamt denken die Ingolstädter nicht.
Bislang liegen laut Audi rund 15.000 Bestellungen für den beinahe komplett aus Aluminium bestehenden Kleinwagen vor. Im ersten Produktionsjahr sollen, so die bisherigen Planungen, rund 25.000 Modelle vom Typ A2 verkauft werden.
Alexander Stirn