IAA-Blog: Schaulaufen der Scheußlichkeiten
Im Rampenlicht der IAA kommt so manche Geschmacksverirrung zum Vorschein. Ein paar Beispiele für Autodesign, das aus der Spur geraten ist.
Der BMW X6 soll eine Provokation sein? Menschen wie Audronis Gestautas von AG Excalibur ist der Protzgeländewagen offenbar noch ein bisschen zu brav. Deshalb hat der Tuner aus Litauen ihn aufgebrezelt. Das Ergebnis darf man wohl als umstritten bezeichnen.
Sein Stand in Halle 4 könnte schlichter kaum sein: Zwei Aufsteller aus Pappe und ein schmuckloser Barhocker reichen als Dekoration. Mehr ist auch nicht nötig: Der Alligator von Gestautas ist auch ohne die üblichen Bühnenbauten ein Blickfang. Denn mit einem Kühlergrill wie ein Schneepflug und 26 Zoll großen Walzen hat Firmenchef Audronis Gestautas den - nun ja - ohnehin schon eher zwielichtigen BMW X6 zu einem Monster umgebaut.
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Die automobilen Extravaganzen von Tunern wie Mansory oder Brabus, die ebenfalls auf der IAA gezeigt werden, wirken dagegen fast schon zurückhaltend. Selbst eine blau schimmernde Spirit of Ecstasy auf der karbonschwarzen Motorhaube eines Rolls-Royce Wraith kann da nicht mehr schocken. Auch das kupfergelbe Bentley Continental Cabrio ist sittsam gegen den Alligator.
Auf das Tuning von Motor und Fahrwerk hat Gestautas beim X6 übrigens bewusst verzichtet. Zwar hat er auch den Innenraum "veredelt" und jeden Quadratzentimeter mit imitiertem Echsenleder überzogen. Aber unter der Haube blieb alles beim alten. "Mir kam es auf die Optik an", sagt der Tuner.
Auch wenn der Alligator vielleicht eine große Geschmacksverirrung ist - die Mannschaft von AG Excalibur hat sich damit trotzdem jede Menge Mühe gegeben. Mehr als ein Jahr habe man daran entwickelt, sagt der Firmenchef. Jetzt hofft er, dass er auf der IAA tatsächlich ein paar Menschen mit seinem extravaganten Design anspricht. 50.000 Euro kostet das Bodykit inklusive Montage.