IAA: Millionen bleiben hängen - DER SPIEGEL
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IAA Millionen bleiben hängen

Die Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt am Main ist die größte Pkw-Messe der Welt. Rund eine Million Besucher werden in diesem Jahr erwartet. Wie stets übertrifft der Aufwand der Hersteller, ihre Modelle pompös zu präsentieren, den der Vorjahre.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Das freut nicht nur die IAA-Besucher, die sich auf spektakuläre Messestände freuen dürfen, sondern auch etliche Handwerksbetriebe im Rhein-Main-Gebiet. Wie der IAA-Veranstalter, der Verband der Automobilindustrie (VDA), mitteilt, generiert die große Show ums Automobil rund eine halbe Milliarde Mark zusätzlicher Kaufkraft in Frankfurt und der Region.

Den Löwenanteil dieser Summe bringen die Autohersteller für ihren Messeauftritt auf. Zum Teil wird seit Monaten an den Messeständen gearbeitet, BMW zum Beispiel hat eine komplette Halle auf dem Freigelände errichten lassen. Insgesamt geben die 1100 ausstellenden Unternehmen auf der IAA rund 200 Millionen Mark für ihren Ausstellungsauftritt aus.

Wenn die Ausstellung nach der offiziellen Eröffnung durch Bundeskanzler Gerhard Schröder am Donnerstag um 10 Uhr erst einmal angelaufen ist, werden während der elf Messetage bis zum 23. September rund 25.000 Arbeitskräfte auf der IAA gebraucht. Putzen, polieren, Prospekte verteilen, Würstchen braten und die exklusiven Edelkarossen bewachen - es gibt eine Menge Arbeit auf der IAA.

Die Stadt und die Messe Frankfurt wissen natürlich um die ökonomische Attraktivität des alle zwei Jahre stattfindenden Autogipfels. Entsprechend wurde seit der letzten IAA investiert. In diesem Jahr stehen erstmals 235.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche zur Verfügung, eine Vergrößerung, die vor allem dem Neubau der Halle 3 zu verdanken ist, wo unter anderem VW und Ford, Bugatti und Aston Martin, Mazda und Jaguar untergebracht sind. Nicht zuletzt auf Grund dieser neuen Ausstellungshalle bekam Frankfurt auch den Zuschlag für die beiden nächsten IAA im Jahre 2003 und 2005.

So groß der Gewinn für Frankfurt ist, die IAA wird während ihrer elftägigen Dauer auch zur Belastung insbesondere des Straßenverkehrs der Stadt. Denn obwohl das Messegelände hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, kommen viele Besucher mit ihrem Auto zur Ausstellung, schließlich handelt es sich ja um eine Autoausstellung. Die Polizei erwartet am 22. September den größten Andrang. Dann dürften nicht nur die Eis- und Würstchenverkäufer auf der Messe ins Schwitzen kommen, sondern auch die Frankfurter Abschleppunternehmer.

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