IAA-Studien In der Glaskugel durch den Stadtverkehr
Toyotas Designstudie "Endo" ist ein Autoknirps "für den Großstadtverkehr von morgen", sagen die Japaner. Das Modell entstand im europäischen Designstudio der Marke in Südfrankreich und kommt mit einer Verkehrsfläche von gut fünf Quadratmetern aus. Der drei Meter kurze und 1,69 Meter breite Viersitzer ist maximal variabel ausgelegt, so dass dank klapp- und verschiebbarer Sitze entweder Raum für Passagiere oder Gepäck geschaffen werden kann. Statt eines herkömmlichen Cockpits nimmt ein LCD-Bildschirm die komplette Breite der Armaturentafel ein - auf ihm werden sämtliche Fahrzeugfunktionen angezeigt. Bequemes Einsteigen auch in engen Lücken sollen die Doppelgelenkscharniere an den Türen gewährleisten. Das eigenwillige Äußere entsteht vor allem durch die farbig abgesetzten Kotflügel, die das Auto pausbäckig und fidel erscheinen lassen.
Optisch wesentlich futuristischer und abgeklärter kommt der Peugeot "Moovie" daher. Konzipiert und gezeichnet wurde der Zweisitzer für den Großstadtverkehr der Zukunft vom 23-jährigen Portugiesen André Costa, der mit dieser Studie den ersten Platz bei einem Peugeot-Designwettbewerb errang. Als "Siegerpreis" wurde sein Entwurf nun in der Größe eines richtigen Kleinwagens gebaut. Der Clou des Autos ist seine Grundform, die den U-förmigen Rahmen des Peugeot-Logos soweit vergrößert, dass sie die Karosserie des Fahrzeugs komplett umschließt. Das Auto soll aufgrund seiner riesigen Hinterräder, durch die sich der Zugang zum Innenraum öffnet, sowie durch zwei schwenkbare Kugeln unter dem Vorderwagen sehr sparsam und höchst wendig sein.
Beide Studien, der Toyota Endo und der Peugeot Moovie, werden in der auf der IAA in Frankfurt gezeigten Form wohl kaum auf die Straßen kommen. Aber sie dienen zweifellos als Ideenlieferanten für künftige Autoknirpse, die wohl etwas intelligenter, vielfältiger und umweltgerechter werden müssen, als es bisher der Fall ist.