IAA-Studien Spielplatz für Kreative
Neugierige Blicke auf sich ziehen wird das Projekt "Peugeot 4002", auch wenn es sozusagen außer Konkurrenz läuft. Das futuristisch gestylte Gefährt ist die reale Umsetzung eines Entwurfs des deutschen Multimedia-Designers Stefan Schulze, der beim zweiten Peugeot-Designwettbewerb den ersten Platz belegte. Aufgabe war es, einen Peugeot im retro-futuristischen Stil zu entwerfen. Mit dem 407 Elixir haben die Franzosen aber selbst auch ein eigenes Concept-Car auf die Räder gestellt. Die Studie soll die unterschiedlichen Stilelemente der drei Karosserieversionen des zukünftigen Mittelklasse-Modells in einer einzigen Karosserie zeigen. Unter der Haube steckt erstmalig der 2,7-Liter V6-HDi-Motor mit dem ab 2004 verfügbaren wartungsfreien Partikelfiltersystem.
Auch die Schwestermarke Citroën gibt auf dem Nachbarstand mit dem C-Airlounge einen Blick in die Zukunft. Die windschlüpfrige (cW-Wert 0,26) Limousine soll durch einfachen Umbau vom Fünf- zum Viersitzer besonders den Fondpassagieren bequeme Platzverhältnisse sowie ein wechselndes Beleuchtungsambiente bieten.
Und auch der dritte und größte französische Hersteller wird mit den beiden Be-Bop-Kompaktvan-Studien die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Beide bauen auf der gleichen Plattform auf, der eine jedoch als robuster Gelände-Van mit Allradantrieb, der andere als sportliches Familienauto modelliert. Wobei die Be-Bops so nie in Serie gehen werden, sondern vielmehr Design-Variationen darstellen, mit denen Renault seine Vorreiter-Rolle in Sachen Kompaktvan unterstreichen will.
Ähnliches gilt für den martialisch gestylten Nissan "Dunehawk", der die Offroad-Kompetenz der Japaner in Erinnerung rufen soll. Die wuchtige Allrad-Studie soll die Geländetauglichkeit eines SUV mit dem Platzangebots eines Mehrzweckfahrzeugs (MPV) verbinden.
Auch Mazda dreht mit dem Concept Car Kusabi seine neue Designlinie noch ein Stückchen weiter. Der Name bedeutet "Keil" und entsprechend scharfkantig geschnitten ist die Sportwagen-Studie auf Basis des Mazda2. Neben seinem aggressiven Styling fallen die zweigeteilten Heckklappenflügel ins Auge. Angetrieben wird der Viersitzer von einem 1,6-Liter-Common-Rail-Dieselmotor.
Voll fahrtauglich ist auch der Mitsubishi "i". Das eiförmige Konzeptfahrzeug mit Alu-Karosserie und Kunststoffbauteilen soll mit minimalen Abmessungen maximalen Innenraum bieten. Und dabei noch durch die Kombination aus Einliter-Benzinmotor, variabler Ventilsteuerung, stufenlosem CVT-Getriebe und automatischem Start-Stopp-System besonders sparsam sein. In einem vorgezogenen Eco-Test des ADAC bekam der Mini Bestnoten und wegen seines geringen C02-Emission die Einstufung als Drei-Liter-Auto. 2005 soll er zunächst in Japan und wenig später in Europa eingeführt werden.
Dem spritsparenden Fahren widmet sich auch Toyotas Sportwagen-Hybrid-Studie CS&S (Compact Sports & Speciality). Wie der ebenfalls präsentierte neue Prius wird der offene 2+2-Sitzer mit einer Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor angetrieben.
Wie schön technische Raffinesse sein kann, zeigen Hyundai und Karmann mit der Cabrio-Coupé-Studie CCS mit elektrischen Drei-Stufen-Glasdach. Auf Knopfdruck verwandelt sich das Coupé damit zunächst in einen Targa und in einer zweiten Stufe in ein echtes Cabrio. Ob der Wagen in Serie geht, will Hyundai von der Reaktion der IAA-Besucher abhängig machen.
Punkte für Anmut und Ästhetik werden die sicher auch für Lancias neuem Fulvia vergeben. Mit der Design-Studie erinnert Fiats Edel-Tochter an das Fulvia-Coupé aus den sechziger Jahren, dessen Dimensionen und Stufenheck-Linie stilistisch fortgesetzt werden.
Unverkennbar von dem im vergangenen Jahr in Detroit vorgestellten Crossover-Coupé inspiriert ist das Design des Saab 9-3 Sportkombi-Konzepts. Ins Auge fällt besonders der kompakte Heckabschluss mit den vertikal geknickten Rücklicht-Kanten. Angetrieben wird das seriennahe Concept Car von einem Zwei-Liter-Vierzylinder-Turbo mit 250 PS (184 kW).
Auch Skoda zeigt mit dem Roomster ein Kombi-Konzept, das vor allem durch seine stark geneigte Frontscheibe sowie dem einfallslosen Schrankwand-Heck auffällt. Dafür soll das Familienauto dank seiner Breite und Höhe im Innenraum mit größtmöglichem Platz und Gestaltungsmöglichkeiten glänzen.