Mazda Sassou Erster Ton des Dreiklangs
Der Wagen für die Show in Frankfurt entstand sogar in der Gegend um die Mainmetropole. In Oberursel im Taunus nämlich befindet sich Mazdas europäisches Designzentrum, wo der Sassou entwickelt wurde. Der Dreitürer ist zugleich die erste von drei Studien, die auf den kommenden großen Automessen - IAA Frankfurt, Tokio Motorshow, Detroit Motorshow - gezeigt werden. Die Fahrzeuge stammen jeweils auch aus den drei Designstudios der Marke in Oberursel, Yokohama und Irvine (Kalifornien).
In Europa also ist es ein sportlich gezeichneter Kleinwagen, mit dem Mazda die Publikumsreaktion testen möchte. Das Auto ist 3,90 Meter lang und überrascht mit einigen Besonderheiten. Zum Beispiel verzichtet der Wagen auf den typischen Mazda-Kühlergrill und trägt stattdessen eine Art Stoßfänger auf seiner "Nase", der die gleiche Form hat wie sonst die Kühleröffnungen der Japaner. Darüber hinaus sind an der Front- und Heckpartie die Bereiche um die Scheinwerfer dunkler getönt als der Rest der Karosserie. Auch dies ist eine Neuheit: Denn diese transparent lackierten Abdeckungen verstecken den Großteil der Scheinwerfer, die vorn und hinten nunmehr als schmale Schlitze erkennbar sind.
Bahnt sich da ein neuer Trend an? Zuletzt jedenfalls wuchsen die Kühlergrills stetig - was etwa die sperrangelweit geöffneten Rachen aktueller Audi-Modelle (Single-Frame-Kühlergrill) oder die durch Chromumrandung betonten VW-Lufteinlässe beweisen. Und auch die Scheinwerfer konnten beispielsweise bei Peugeot, Opel oder Seat zuletzt gar nicht groß genug sein.
Im Innenraum haben die Mazda-Entwickler ebenfalls zwei Besonderheiten untergebracht. Einmal ist da ein USB-Stick, der als zentraler Schlüssel für das Auto dient und über den auch sämtliche Funktionen wie Klima- oder Musikanlage gesteuert werden. Zum Zweiten ist im Fond eine variable Sitzanlage installiert, die entweder zwei oder einem - sehr großzügigen - Platz bietet. Entsprechend schrumpft oder wächst auch der Stauraum. Motorisiert ist die Studie übrigens mit einem 1-Liter-Dreizylinder-Benziner, der über Direkteinspritzung und Turboaufladung verfügt. Auch damit fährt der Sassou ganz vorne bei den Aggregattrends mit.