Neubeginn Opel montiert den ersten Corsa
Eisenach - Mit neuen Modellen will die Adam Opel AG verlorene Marktanteile zurückerobern: Seit Montag wird in Eisenach die neue Generation des Kleinwagens Corsa produziert. In den vergangenen zwei Jahren waren im Zusammenhang mit dem Modellwechsel 220 Millionen Mark in das Montagewerk mit rund 2000 Mitarbeitern investiert worden.
Der neue Corsa wird seit einer Woche außerdem im spanischen Saragossa gebaut. 80 Prozent der Corsa-Teile erhält das Thüringer Werk aus Spanien. Voraussichtlich ab 7. Oktober wird das Auto, das nach Opel-Angaben von der technischen Ausstattung an die obere Grenze der Kleinwagenklasse gerückt ist und erstmals auch die 20.000-Mark-Grenze gesprengt hat, bei den Händlern stehen.
Mit dem neuen Corsa will Opel, so der Eisenacher Opel-Geschäftsführer Arno Wiedenroth, an den Erfolg des Vorgängers anknüpfen. Allein in Thüringen rollten seit 1993 rund 933.000 Fahrzeuge vom Band. In diesem Jahr würden voraussichtlich 30.000 Corsa in Eisenach gebaut.
Im kommenden Jahr soll die volle Auslastung mit 170.000 Fahrzeugen erreicht werden. Auf der Montagelinie wird außerdem der Kompaktwagen Astra gebaut, dessen Anteil von 80 auf 20 Prozent zurückgefahren werden soll.
In den ersten sieben Monaten dieses Jahres war der Anteil des Rüsselsheimer Automobilkonzern bei den Neuzulassungen in Deutschland auf 12,2 Prozent gesunken. Im vierten Quartal soll der Anteil wieder 13 bis 13,5 Prozent erreichen. Langfristig werden wieder 15 bis 17 Prozent angepeilt.