Ssangyong Kyron Zebra statt Nashorn
Bei Ssangyong weht ein frischer Wind über die Buckelpiste: Nachdem die koreanische Marke bereits mit dem Rexton einen auch optisch attraktiven Geländegänger im Format der Mercedes M-Klasse auf die Räder gestellt hat, zieht sie jetzt auch in der Klasse von Toyota RAV-4 und Kia Sportage querfeldein. Das Auto, das im Segment der Kompakt-SUVs den betagten und vor allem altbacken knorrigen Musso ersetzen wird, trägt den Namen Kyron und soll zum Jahreswechsel für einen Basispreis unter 25.000 Euro bei den hiesigen Händlern eintreffen. Vorgestellt wird das neue Modell auf der IAA in Frankfurt, die in wenigen Wochen beginnt.
Anders als sein wuchtiger Vorgänger mit dem Charme und dem Logo des bulligen Nashorns versteht sich der Kyron als austrainierter Dauerläufer und durchaus schillernde Figur in der Riege der schlankeren Allradler. Das legt schon der Kunstname Kyron nahe, der aus dem phonetischen Zusammenschluss des koreanischen Wortes "kai" für grenzenlos und dem englischen "run" für "rennen" gebildet wird. Zebra statt Nashorn also.
Die Koreaner hoffen vor allem auf das jugendliche und muskulöse Design des 4,66 Meter langen Fünftürers, der bei 2,74 Metern Radstand zudem auch noch reichlich Platz bieten soll. Unter der flach gezogenen Haube schlägt, das kennen wir bereits von anderen Ssangyong-Baureihen, wieder ein schwäbisches Herz. Denn nachdem die Koreaner bislang einen 2,9-Liter-Diesel aus ihrer Mercedes-Lizenz eingesetzt haben, bauen sie nun auf einen zwei Liter großen Common-Rail-Motor mit 136 PS (100 kW), der früher einmal die C-Klasse in Schwung gebracht hat. Er treibt je nach Modell und Budget wahlweise die Hinterachse oder alle vier Räder an und wird mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe oder eine Automatik mit ebenfalls fünf Fahrstufen kombiniert.
Weil das Design des Geländegängers alleine das fehlende Image nicht ersetzen kann, lockt Ssangyong die Kunden mit einer üppigen Serien- und Wunschausstattung. So bekommt jeder Kyron grundsätzlich vier Airbags, ein ESP und eine Hill-Descent-Control genannte Bergabfahrhilfe, die sonst nur bei Geländewagen der Marken BMW und Land Rover zu haben ist. Außerdem gibt es neben den üblichen Komfortfeatures wie den elektrischen Fensterhebern, Zentralverriegelung und Klimaanlage auch einen Lichtsensor und ein umfangreiches Entertainment-Paket mit zehn Lautsprechern, 6-fach CD- und 8-fach DCD-Wechsler.