Suzuki Grand Vitara Der Naturbursche
Auf der IAA in Frankfurt (15. bis 25. September) wird der Wagen erstmals in Europa zu sehen sein, kaum einen Monat später, am 15. Oktober, findet die Markteinführung des Autos hierzulande statt. Der neue Grand Vitara muss auch vor ernsthafteren Geländepassagen nicht zurückschrecken, obwohl das geschmeidige Design eine gewisse Sportlichkeit vorgibt. Das japanische Modell ist ein Naturbursche geblieben - mit permanentem Allradantrieb, zwei Sperren und Geländeuntersetzung.
Die Offroad-Fähigkeit jedoch wird kaum einer der künftigen Besitzer nutzen. Allein schon wegen der gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland, die glücklicherweise ein ungehemmtes Kurven durch die Natur verbieten. Entsprechend Mühe hat sich Suzuki gegeben, dem neuen Grand Vitara auch eine gute Portion Alltagstauglichkeit mitzugeben. Der Wagen ist in zwei Größen erhältlich, als Drei- und Fünftürer.
Beide Versionen legten in den äußeren Abmessungen gegenüber dem Vorgängermodell deutlich zu, Länge, Breite, Spurweite und Radstand wurden jeweils kräftig gedehnt. Das große Modell beispielsweise, der fünfsitzige Fünftürer, misst nun 4,47 Meter. Dennoch bietet er lediglich 398 Liter Kofferraum bei voller Bestuhlung. Noch kläglicher schneidet in punkto Gepäckabteil der viersitzige Dreitürer ab: Gerade mal 184 Liter Transportgut passen rein. Erst wenn die Rücksitzlehnen umgelegt werden, wächst die Kapazität auf 964 Liter.
Alle Modelle erhalten in der Grundausstattung sechs Airbags und ABS, das elektronische Stabilitätsprogramm jedoch wird erst ab Frühjahr 2006 nachgereicht. Dann erweitert sich auch die Motorenpalette um einen 1,9-Liter-Turbodiesel mit 129 PS (95 kW), der 300 Newtonmeter Drehmoment entwickelt und den Wagen binnen 12,8 Sekunden von 0 auf Tempo 100 beschleunigt. Es wird der erste Selbstzünder von Suzuki sein, der serienmäßig mit einem Rußpartikelfilter ausgestattet ist.
Bis der Diesel verfügbar sein wird, müssen Grand-Vitara-Kunden mit Benzinmotoren Vorlieb nehmen. Im dreitürigen Modell handelt es sich um einen 1,6-Liter-Vierzylinder mit 106 PS (78 kW), der den Standardsprint von 0 auf 100 km/h in 13,4 Sekunden absolviert und das Auto auf maximal 160 km/h beschleunigt. Das fünftürige Modell wird mit einem 2-Liter-Vierzylinder verkauft, der eine Leistung von 140 PS (103 kW) bereitstellt und dessen Fahrleistungen geringfügig besser sind: 12,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h sowie ein Höchsttempo von 175.
Die Basisversion trägt den Namen "Club" und ist ab Werk mit elektrischen Fensterhebern, Zentralverriegelung mit Fernbedienung und einer CD-Musikanlage mit Lenkradbedienung ausgerüstet. Im Fünftürer gehören darüber hinaus ein höhenverstellbarer Fahrersitz, Alufelgen und eine Klimaanlage zum Lieferumfang. Der Preis des günstigsten Dreitürers liegt bei 19.690 Euro, für die billigste fünftürige Version des Grand Vitara verlangt Suzuki 24.290 Euro.