Unimog-Weltpremiere: Arbeitstier für Einsteiger - DER SPIEGEL
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Unimog-Weltpremiere Arbeitstier für Einsteiger

Straßenmeistereien, Landschaftsbauer oder Gemeindearbeiter werden sich um dieses Auto scharen: Auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover stellt Mercedes einen neuen, kompakten Unimog vor. Der Allrad-Racker soll ab Sommer 2007 ausgeliefert werden.
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Der Unimog gehört zu den Klassikern des Nutzfahrzeugfuhrparks. Seit gut 50 Jahren schuftet das "Universal Motor Gerät" auf Baustellen und in Steinbrüchen, bei Waldarbeiten und in Stadtparks, auf Autobahnen und im weglosen Gelände. Nun stellt Mercedes dem legendären Kraftpaket eine kompakte Einstiegsversion zur Seite. Auf der IAA Nutzfahrzeuge in Hannover feiert der kompakte Unimog Weltpremiere, in der zweiten Hälfte 2007 soll er ab zirka 65.000 Euro netto auf den Markt kommen.

Der neue Typ wird als universeller Geräteträger angepriesen, dessen Gesamtgewicht auf 7,5 oder maximal 8,5 Tonnen begrenzt ist. Das Auto selbst wiegt dabei, inklusive einer 2,25 Meter langen Kipppritsche, 5,1 Tonnen, so dass ordentlich Luft bleibt für Ladung oder Anbaugeräte, mit denen der Unimog dann die Arbeit erledigt. Mäher zum Beispiel oder Schneepflüge, Salzstreuautomaten oder Winden oder wasauchimmer.

Technisch basiert der neue Unimog auf dem klassischen Modell, allerdings wurde der Radstand auf 2,70 Meter verkürzt. Und auch die Höhe des Wagens wurde auf 2,70 Meter gedrückt, um ihn nicht nur wendig, sondern auch kompatibel mit niedrigen Durchfahrten zu machen. Als Antrieb des Fahrzeugs kommt ein Vierzylinder-Turbodieselmotor mit 4,25 Liter Hubraum zum Einsatz, der 156 PS leistet und dank Harnstoffeinspritzung - Mercedes nennt das Verfahren Blue-Tech - die Schadstoffnorm Euro-4 erfüllt.

Acht Gänge, und auf Wunsch noch einmal acht dazu

Die Motorkraft wird über ein Achtgang-Schaltgetriebe permanent an alle vier Räder verteilt. Wer mag, kann acht zusätzliche Arbeitsgänge bestellen. Dann kann der Unimog unter anderem auch bei Nenndrehzahl mit einer Geschwindigkeit von 1,5 km/h bewegt werden - etwa wenn ein Mähgerät angebaut ist. Zugleich aber schafft der Wagen auch eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h.

Neu am neuen Unimog, und das ist wohl das Auffälligste am kleinen Modell, ist auch das Fahrerhaus. Innen gibt es Platz für drei Insassen, das Lenkrad ist in Neigung und Höhe verstellbar, und die Bedienung der optionalen Hydraulik wird über einen Joystick auf der Mittelkonsole erledigt. Gebaut wird der Wagen übrigens im neuen Werk Wörth bei Karlsruhe. In Gaggenau, der ursprünglichen Heimat des Unimog, wurde inzwischen ein Museum für das Arbeitstier eröffnet.

jüp

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