Vernetztes Fahren: Volvo lässt Fahrradhelme und Autos - DER SPIEGEL
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Vernetztes Fahren: Mehr Verständnis

Foto: Volvo

Vernetztes Fahren Lieber Helm, komm, sprich mit mir

Kollisionen mit Autos machen die Hälfte aller tödlichen Radunfälle aus. Volvo und ein schwedischer Sportartikelhersteller wollen das ändern - mit einem intelligenten Fahrradhelm.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Warum kooperiert ein Autohersteller mit einem Sportartikellieferanten? Im Falle von Volvo und POC ist die Antwort da. Anfang 2014 gaben beide Unternehmen ihre Zusammenarbeit bekannt, auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas wollen sie im Januar ein erstes Ergebnis präsentieren: Ein Kommunikationssystem, das erstmals Fahrradhelme und Autos miteinander vernetzt.

Bei allem Vernetzungs-Hype scheint das ein wirklich vielversprechendes Projekt: Immerhin entfallen 50 Prozent aller tödlichen Fahrradunfälle auf Kollisionen mit Autos. Und jeder Autofahrer, der schon einmal bei Dunkelheit und Regen einen unbeleuchteten Radfahrer erst in letzter Sekunde erspäht hat, kann das Bedürfnis nach einem solchen System nachvollziehen.

Das Ganze funktioniert so: Smartphone-Apps ermitteln via GPS die Position des Radfahrers und übermitteln sie in die Volvo Cloud des Fahrzeugs. Droht eine Kollision, zum Beispiel weil sich ein Radfahrer im toten Winkel befindet, wird dem Autofahrer eine entsprechende Warnmeldung auf sein Head-Up-Display projiziert. Reagiert der Fahrer nicht, leitet das Fahrzeug selbst eine Notbremsung ein. Den Radfahrer warnt eine Leuchte am Helm.

Klar, das alles klingt auch irgendwie mal wieder stark nach totaler Überwachung. Doch vermutlich werden sich die meisten Fahrradfahrer, sollte das System zur Marktreife gelangen, in diesem Fall gern überwachen lassen.

mhe

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