VW Golf: Die Extra-Strategie - DER SPIEGEL
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VW Golf Die Extra-Strategie

Mit Extras, die die Basisversion des VW-Erfolgsmodells Golf aufwerten, den Preis aber nur geringfügig in die Höhe treiben, versuchen die Wolfsburger Kunden zu gewinnen. Im Hause Piëch heißt dies, "die Mehrwert-Strategie konsequent fortsetzen".
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Das mit dem Fortsetzen bezieht sich auf den neuen VW Polo, dessen Basisversion trotz besserer Ausstattung nicht teurer wurde als die vom Vorgängermodell. Nun kamen auch noch diverse Motorzeitschriften zu dem Schluss, dass der Polo damit weitaus besser da steht als der schon etwas in die Jahre gekommene Golf. "Polo statt Golf? 14 Gründe für den Kleinen", titelte etwa die österreichische "Auto Revue". Falls die Kunden scharenweise so denken würden, wäre das höchst destruktiv für VW.

Das Gegenmittel: Die so genannte Mehrwert-Strategie kommt ab sofort auch den Modellen Golf und Bora zugute. So erhalten sämtliche Modelle ab der Grundversion nun Zentralverriegelung, elektrische Fensterheber, elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel, eine geteilt umklappbare Rücksitzlehne und 15-Zoll-Felgen. Betroffen von diesen Verbesserungen sind Golf und Golf Variant (das Kombimodell) sowie Bora und Bora Variant. Auch höhere Ausstattungsniveaus werden künftig besser ausgerüstet als bislang. Es bleibt jedoch die Frage, ob wirklich alle Kunden mehr Ausstattung wollen, auch wenn sie einen Teil davon praktisch geschenkt bekommen.

Der Preisvorteil für den Kunden beträgt, so hat VW errechnet, für einige Modellvarianten bis zu 1260 Euro. Der Grundpreis für den Golf mit 75-PS-Motor (55 kW) erhöht sich dabei lediglich um 225 auf nun 14.925 Euro. Außerdem berechnet das Unternehmen für Selbstabholer, die ihren Neuwagen direkt in der Autostadt in Wolfsburg übernehmen, keine Bereitstellungskosten mehr.