BMW-Flaggschiff: Der 7er wird aufgemöbelt - DER SPIEGEL
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BMW-Flaggschiff Der 7er wird aufgemöbelt

BMW will dem ewigen Konkurrenten Mercedes davonfahren. Deshalb soll zuerst die 7er-, später die 5er-Reihe technisch und optisch verändert werden.
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München - Der 7er werde künftig mehr Leistung haben und weniger verbrauchen, erklärt Entwicklungsvorstand Bernhard Göschel: Ein Modell der Baureihe soll im Schnitt weniger als zehn Liter benötigen. Und mit einem vereinfachten Bedienungskonzept und versteckter Elektronik will der Konzern für neue Kunden sorgen.

Göschel verspricht zudem einen "Design-Sprung". An dem neuen Gesicht würden sich in den kommenden Jahren auch die anderen Baureihen orientieren. Derzeit gehen Beobachter davon aus, dass BMW den neuen 7er in rund einem Jahr auf der IAA 2001 präsentieren wird.

Für 2003 steht dann die Modernisierung der 5er-Reihe an: Sowohl der 7er als auch der 5er befänden sich derzeit in der zweiten Hälfte des Produktlebenszyklus. Während die 3er-Reihe mit Rekordauslieferungen glänze, zeigten die Absatzzahlen bei den beiden größeren BMWs jedoch tendenziell nach unten. So verkaufte BMW in den ersten sechs Monaten zehn Prozent weniger 7er als im Vorjahreszeitraum. Die S-Klasse von Mercedes feiert unterdessen Absatzerfolge.

Die Modernisierung seiner "Flotte" wird BMW Milliarden kosten. Auch der neue "kleine" BMW, im Volksmund 2er-Reihe genannt, solle sich nahtlos in die neue Familie einfügen, sagte Göschel. Deshalb werde das Fahrzeug, das laut BMW "am oberen Ende der unteren Mittelklasse" angesiedelt ist, im Gegensatz zu allen Konkurrenten mit einem Heckantrieb ausgestattet, der für die Agilität und Sportlichkeit der Marke BMW stehe. "Das ist nicht aus der Not geboren, sondern Konzept", betont der Entwicklungschef.

Schließlich wolle man mit dem Wagen nicht ins Massengeschäft, sondern sich an eine anspruchsvolle und zahlungskräftige Kundschaft wenden. So hofft der Konzern, den Verfall der Margen trotz des Einstiegs in eine tiefere Klasse in Grenzen zu halten.

Der neue Mini wird schon in wenigen Wochen, auf dem Pariser Automobil-Salon, präsentiert. Spätestens 2002 soll er vom Band rollen.

Nach dem Verkauf der verlustreichen Rover-Tochter musste der Konzern sich strategisch völlig neu orientieren. Jetzt müssen der neue Mini, der kleine BMW, die geplante Modellfamilie um den geländegängigen X5 und der 7er ein Erfolg werden, will der Konzern weiterhin im Konzert der großen Autobauer mitspielen.

Konzernchef Joachim Milberg hat die Messlatte hoch gehängt: In den nächsten zwei bis drei Jahren soll BMW die Schwelle von einer Million verkaufter Fahrzeuge pro Jahr überschreiten. In diesem Jahr will der Konzern erstmals weltweit mehr als 800.000 Autos der Marke BMW verkaufen.

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