Cadillac XLR: Gib mir die Kante - DER SPIEGEL
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Cadillac XLR Gib mir die Kante

Als Studie mit dem Namen Evoq sorgte ein Cadillac-Sportwagen bei vergangenen Automobilausstellungen für Aufsehen. Jetzt meldet General Motors, dass der Wagen unter dem nichtssagenden Kürzel XLR in eineinhalb Jahren auf den Markt kommen wird.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Was an dem Auto auffällt, ist der Mut zur Kante. Der Wagen ist, zusammen mit der jetzt auf der IAA präsentierten Limousine CTS, das Flaggschiff einer neuen Designlinie bei der US-Luxusmarke Cadillac. Zu den neuen Merkmalen der Formensprache gehören eine kantige Karosserie mit einer deutlichen Gürtellinie und eckig geformte, vertikal angeordnete Scheinwerfer an der Front und am Heck. Außerdem gibt der stark horizontal gegliederte Kühlergrill mit dem großen Markenlogo im Lorbeerkranz dem Auto ein markantes "Gesicht".

Als Antriebsquelle für den zweisitzigen Sportwagen XLR ist ein 4,6-Liter-V8-Triebwerk vorgesehen. Über die Leistungsdaten herrscht noch Schweigen; bekannt ist jedoch, dass der Wagen als erster Cadillac mit Heckantrieb vorfahren wird. Die Kraftübertragung an die Hinterachse übernimmt ein elektronische gesteuertes Fünfgang-Automatikgetriebe. Ähnlich wie der Mercedes SL oder der Lexus SC 430 bekommt der neue Cadillac ein versenkbares Stahldach, vereint somit die Vorzüge eines Coupés mit denen eines Cabriolets.

Das elektrisch gesteuerte Hardtop liefert die deutsche Firma Car Top Systems, die auch als Ausrüster von Konkurrenzmodellen fungiert. Als weitere technische Besonderheit kündigt Cadillac für den XLR sogenannte Pax-Reifen an. Audi stellte diese Michelin-Entwicklung kürzlich auch an seiner IAA-Studie Avantissimo vor. Es handelt sich um Pneus, die auch nach einem Druckverlust den Wagen noch lenk- und damit fahrbar halten. Auch mit vollkommen platten Reifen kann der Fahrer noch rund 200 Kilometer weit kommen eine Distanz, die in der Regel ausreicht, um eine Werkstatt aufzusuchen.

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