Fahrbericht Mazda CX-5: Der SUV im Test - DER SPIEGEL
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Autogramm Mazda CX-5: Bestseller mit Bauklötzen

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Autogramm Mazda CX-5 Der gibt Ruhe

Der CX-5 ist das meistverkaufte Mazda-Modell in Deutschland. Jetzt hat der japanische Hersteller den SUV aufgefrischt und dabei fast alles richtig gemacht. Doch ausgerechnet die neue Motorisierung lässt zu wünschen übrig.
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Der erste Eindruck: Sehnig, sportlich, schick. Nennenswerte optische Unterschiede zum Vorgänger erkennt man nicht.

Das sagt der Hersteller: Mit knapp 19.000 Neuzulassungen im Jahr ist der CX-5 das meistverkaufte Modell von Mazda in Deutschland. Und der SUV bringt dem Hersteller richtig Geld. Der CX-5 hat den höchsten Grundpreis aller Mazda-Baureihen. Zudem bestellen 66 Prozent der Kunden das Auto mit Dieselmotor, 50 Prozent wählen Allradantrieb und 40 Prozent entscheiden sich für die höchste Ausstattungsvariante - alles Dinge, die den Preis nach oben treiben. Mit der Modellpflege könnte der Wagen für den japanischen Hersteller noch lukrativer werden. Denn es gibt neue Extras und einen stärkeren Benzinmotor - so lässt sich der Preis auf bis zu 40.000 Euro treiben.

Das ist uns aufgefallen: Die Ruhe. Der aufgefrischte CX-5 hat noch dickere Dämmmatten unter der Haube und unterm Dach, verstärkte Dichtungen in den Türen und dickere Seitenscheiben. Wer den Motor im Innenraum hören möchte, muss jetzt schon sehr fest aufs Gas treten.

Zum ruhigen Gesamteindruck trägt auch das völlig unaufgeregt gestaltete Interieur bei. Früher herrschte tristes Einheitsgrau in vielen japanischen Autos, weshalb die Atmosphäre fad war; heute erscheint sie durch ein paar Änderungen eher entspannt: Im Innenraum dominieren klare Linien, strenge Formen und feine Materialien.

Schon der Chromring in der Mitte der Klimazentrale wirkt beinahe verspielt in dem ansonsten akkurat aufgeräumten Auto, das nach der Modellpflege erkennbar edler ist. Die Armaturentafel beispielsweise gibt es mit Softlack-Überzug oder mit einer Kunstlederhülle, und die metallisch aussehenden Konsolen sind auch wirklich aus Metall. Einzig die Displays wirken noch etwas von gestern - ansonsten ist der CX-5 durchaus auf Augenhöhe mit einem VW Tiguan.

Für das Platzangebot gilt das ohnehin. Denn egal durch welche Tür oder Klappe man ins Auto schaut, immer blickt man in ein geräumiges Fahrzeug. Auch in der zweiten Reihe kann man ordentlich sitzen und der Kofferraum fasst solide 503 Liter.

Künftig will sich der CX-5 auch bei der Ausstattung mit den Platzhirschen in dieser Klasse messen - daher gibt es ab der mittleren Ausstattungsvariante nun serienmäßig LED-Scheinwerfer, eine automatische Abstandskontrolle und ein fortschrittliches Infotainment-System. Bedient wird es über ein Drehrad auf dem Mitteltunnel oder über den Touchscreen; geboten werden Navigation mit Echtzeit-Informationen sowie Twitter, Facebook und Co., dazu gibt's Digitalradioempfang und Mazda-eigene Apps.

Das muss man wissen: Bei den Händlern ist der CX-5 ab sofort erhältlich. Der Grundpreis ist mit der Modellpflege um 200 Euro auf jetzt 24.190 Euro gestiegen.

Einzige Neuerung im Motorraum ist ein 2,5-Liter-Benziner, der auch im Mazda 6 zum Einsatz kommt. Die Maschine ist das neue Top-Triebwerk, darunter gibt es den 2,0-Liter-Benziner mit 165 PS sowie die beiden 2,2-Liter-Diesel mit 150 oder 175 PS.

Allerdings darf man sich von der "Top-Motorisierung" nicht allzu viel versprechen. Möglicherweise versickert ein Teil der Leistung im serienmäßigen Allradantrieb; vielleicht liegt es an der ebenfalls obligatorischen Automatik; oder es fehlt dem Motor generell an Mumm. Aber auf jeden Fall hat der große Benziner zu wenig Biss und kommt selbst dann nicht recht aus dem Quark, wenn man die "Sport"-Taste drückt. Dann werden die Gänge etwas schneller gewechselt und das Gaspedal reagiert sensibler. Wer Vollgas fährt, erreicht maximal 194 km/h - die hauseigenen Diesel-Varianten sind schneller.

Das werden wir nicht vergessen: Der Versuch, dem CX-5 mittels Tagfahrlicht einen verführerischen Blick zu verpassen, ist missglückt. Auch wenn die LED-Scheinwerfer hübsch funkeln - die Form des Tagfahrlichts sieht aus, als wäre sie mit Legosteinen und nicht mit Leuchtdioden konstruiert, so groß und grob sind die vier Lichtblöcke. Das kommt offenbar dabei heraus, wenn die Designer partout etwas ändern müssen an einem Auto, das eigentlich noch ganz frisch wirkt.

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