Jaguar X-Type 2 Liter: Noch ein Kätzchen - DER SPIEGEL
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Jaguar X-Type 2 Liter Noch ein Kätzchen

Die britische Edelmarke aus dem Ford-Konzern baut ihr Angebot weiter nach unten aus. Das Mittelklasse-Modell X-Type wird ab März auch mit einem 2-Liter-Motor und Frontantrieb angeboten.
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Bislang brüstete sich Jaguar damit, in der Mittelklasse ausschließlich mit Allradantrieb anzutreten. Das war auch der Tatsache geschuldet, dass sich die Edelmarke im Ford-Portfolio vom frontgetriebenen Mondeo deutlich unterscheiden wollte, wenngleich es in manchen Bereichen eine enge technische Verwandtschaft zwischen beiden Modellen gibt.

Nun also kommt doch ein typisches "Einstiegsmodell": Mit simpler Technik und vor allem mit einem Preis unter der neuen, ab 2002 relevanten 30.000-Euro-Marke. 28.800 Euro wird die Basisversion des X-Type kosten, umgerechnet sind das 56.328 Mark und damit gut 3000 Mark weniger als das bisherige Einstiegsmodell mit dem 2,5-Liter-V6-Motor.

Die neuen Modelle - es gibt den 2-Liter X-Type außer in der Standardvariante noch in den Versionen Sport und Executive - sind die ersten Jaguar-Fahrzeuge mit Frontantrieb überhaupt. In der Pressemitteilung zu dem Auto heißt es, die Techniker seien nach gründlicher Prüfung unterschiedlicher Antriebsvarianten zu dem Ergebnis gekommen, dass der Frontantrieb die beste Alternative für dieses Modell sei. Vermutlich votierten aber auch die Betriebswirt für diese Technik.

Unter der Haube sitzt der neue 2-Liter-V6-Motor mit 24 Ventilen, vier Nockenwellen und einer Leistung von 156 PS (115 kW). Das maximale Drehmoment liegt bei 196 Nm, die Höchstgeschwindigkeit der Version mit Schaltgetriebe bei 210 km/h, mit Automatikgetriebe bei 205 km/h. Den Spurt von 0 auf Tempo 100 schafft das Auto in 9,4 (Automatik 10,8) Sekunden.

Was die Ausstattung betrifft, so versuchte Jaguar auch bei seinem Benjamin im Modellprogramm ein typisch britisches Edelauto zu kreiren. Allerdings: Lederinterieur gibt es ab Werk nur für die teurere Variante "Executive", Vogelaugenahornfurnier dagegen tragen alle Varianten am Armaturenbrett. Serienmäßig sind sechs Airbags und ein Diebstahlschutzpaket, elektrische Fahrersitzhöhenverstellung und Klimaanlage, Nebelscheinwerfer und ABS, 16-Zoll-Leichtmetallräder und die Stabilitätskontrolle DSC. Details wie etwa das DVD-Navigationssystem oder ein Touchscreen-Display kosten Aufpreis.

Jaguar hofft, dass die meisten Käufer des neuen Modells überwiegend Marken-Neulinge sind. Die Marketingleute erwarten, dass diese Kunden jünger sind als Jaguars Stamm-Klientel. Und sie hoffen, dass sie nach dem X-Type auf ein anderes, möglichst teureres Jaguar-Modell umsteigen werden.