Opel Frogster: Generation "P" - DER SPIEGEL
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Opel Frogster Generation "P"

Cool bis in die Antennenspitze soll die neue Studie von Opel rüberkommen. Der Frogster, ein Konzeptauto für die "Generation Playstation", wie Chefdesigner Hans Seer erläutert. Der wandlungsfähige, viersitzige Kleinwagen beeindruckt mit intelligenten Details.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wir haben verstanden. Diesen Refrain wiederholte Opel jahrelang am Ende eines jeden Werbespots. Trotzdem tat sich kaum etwas bei den Rüsselsheimern. Inzwischen ist der Spruch nicht mehr im Repertoire, aber jetzt scheint er Gültigkeit zu erlangen: Opel hat kapiert, dass endlich neue Ideen und frische Modelle entwickelt werden müssen, um vor allem die jüngere Kundschaft anzusprechen. Auf der IAA steht so ein "Wir-haben-verstanden-Auto": die Studie Frogster.

Präsentiert wird der Wagen in einer Szenerie wie in einer Discothek: rostige Stahlwände, Comic-Animationen, Stroboskop-Lichter, HipHop-Musik. Und mittendrin das kleine, grün lackierte Auto, das sich vom Ein- bis zum Viersitzer konfigurieren lässt, das in ein Cabriolet oder in einen Pick-up verwandelt werden kann. Das zentrale Bauteil, um diesen Effekt zu erzielen, ist ein Rollo aus Aluminiumprofilen, die von Gummieinsätzen klapperfrei und wasserdicht miteinander verbunden sind. Opel gesteht, dass die Idee von Feuerwehr-Rüstwagen abgekupfert ist, wo solche Rollos senkrecht an der Seite eingebaut sind, um dahinter die Ladung verstauen zu können.

Das Rollo im Frogster wird von einem Elektromotor bewegt. Es kann so eingestellt werden, dass alle vier Sitze nutzbar sind und dient dann als Kofferraumklappe. Falls beide Rücksitze umgeklappt sind, entsteht ein Mini-Pick-up mit einer Ladefläche von 1,25 Meter. Wenn der Wagen geparkt wird, fährt das Rollo bis zur Windschutzscheibe vor und verschließt den Innenraum komplett.

Eine andere Innovation der Studie ist der Mini-Computer, der in der Mitte der Armaturentafel steckt. "Mit ihm hat der Frogster-Fahrer sein Auto praktisch immer in der Tasche", behauptet Opel. Gemeint ist damit dies: Beim Verlassen des Autos wird der Minicomputer mitgenommen. Er dient als elektronischer Schlüssel zum Fahrzeug, zudem kann mit dem Gerät per Fernsteuerung das Rollo bewegt werden. Ins Armaturenbrett eingesteckt wird der Rechner zum Display für Radio, Navigationssystem oder die Klimaanlage.

Damit die grüne Farbe (wie der Name der Studie) nicht nur an den Opel-Oldie aus dem Jahre 1924 erinnert, der den Spitznamen "Laubfrosch" trug, sondern auch symbolisch verstanden werden kann, hat das Auto einen sehr ökonomischen Motor unter der Haube. Es ist der bekannte Ein-Liter-12V-Benziner mit 58 PS (43 kW), der auch im Corsa Eco installiert ist.

So, wie er auf der IAA erstmals gezeigt wird, geht der Frogster wohl niemals in die Produktion. Aber es sollen Ideen gezeigt und ihre Akzeptanz getestet werden, die in künftigen Opel-Modellen vorstellbar sind. "Mit dem Frogster spricht Opel zukünftige Generationen von Autofahrern an", sagt Carl-Peter Forster, der Chef in Rüsselsheim. Für seine Marke wäre es nur von Vorteil, wenn er Recht behalten würde.

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