Opel Vectra PR-Motor läuft warm
Die ersten Bilder des "normalen" Vectra, also der viertürigen Limousine, die auf dem Genfer Automobilsalon (7. bis 17. März 2002) ihre offizielle Weltpremiere feiern und kurz danach zu den Händlern rollen wird, zeigten die Rüsselsheimer schon vor einigen Wochen. Nun reichen die PR-Strategen aus Hessen die ersten Fotos vom Vectra GTS nach. Bei diesem ebenfalls viertürigen Modell handelt es sich einerseits um ein "coupéartige Sportlimousine", wie Opel formuliert, andererseits um den "stärksten Vectra aller Zeiten".
Denn für das Auto ist als Topmotorisierung ein 3,2-Liter-Sechszylinder-Motor vorgesehen, der 211 PS (155 kW) leistet und sich damit deutlich von der stärksten Vectra-Standard-Limousine mit Vierzylinder-Benziner und 147 PS (108 kW) absetzt. Auch optisch ist der sportlichere Vectra, der ab Sommer nächsten Jahres verkauft wird, gegenüber der Limousine leicht verändert. Am Fahrzeugbug gibt es einen bulliger geformten Stoßfänger sowie runde statt der sonst üblichen eckigen Nebelscheinwerfer. An den vorderen Kotflügeln ist vor den Radhäusern eine Kerbe zu sehen - so soll der vordere Überhang kürzer und damit flotter wirken.
-
2 Min
-
1 Min
Am Heck treten dann die deutlichsten Unterschiede zu Tage: Die Dachlinie fällt flacher ab und es gibt ein drittes Seitenfenster in der C-Säule. Unter dem "Stummelhintern" leidet das Kofferraumvolumen. Statt wie in der Limousine 500 Liter, stehen im Vectra GTS lediglich 480 Liter zur Verfügung - eine geringfügige Einschränkung.
Weitere Modellvariationen des Themas Vectra werden folgen. Für das Frühjahr 2003 kündigt Opel den Vectra Signum an, der nach Aussage der Rüsselsheimer "ein völlig neues Segment in der automobilen Mittelklasse definieren" werde. Das Auto sei ein "Lifestyle-orientiertes Kombi-Coupé" fabulieren die PR-Leute, und mixen damit drei aktuelle Lieblingsbegriffe der Pkw-Branche zu einem Begriff, der im Grunde gar nichts sagt, denn Kombi und Coupé schließen sich per definitionem aus, und Lifestyle ist sowieso alles jenseits von Obi und Bausparvertrag.
Im Herbst 2003 schließlich, so die Opel-Planung, soll der wirkliche Kombi namens Vectra Caravan das Vectra-Quartett komplett machen. Die dann vier Modelle sollen ganz unterschiedliche Kunden ansprechen und dem Vectra zu einer Rückkehr an die Spitze der Mittelklasse-Zulassungszahlen verhelfen, hoffen die Verantwortlichen. "Den typischen Mittelklasse-Käufer gibt es nicht mehr, wie die Opel-Marktforscher herausgefunden haben", heißt es im Pressetext zur neuen Modellgeneration. Nun soll das künftige Vectra-Angebot dafür sorgen, dass es bald wieder so etwas wie "typische Opel-Käufer" gibt.