Peugeot in Paris: Bizarre Blüten - DER SPIEGEL
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Peugeot in Paris Bizarre Blüten

Eine wild zerklüftete Karosserie, ein elektrischer Autoscooter und ein 207 PS starker Go-Kart: Peugeot zeigt sich auf dem Pariser Autosalon von seiner experimentierfreudigen Seite.
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In acht Gärten ist der Messestand von Peugeot unterteilt. Eines der künstlichen Biotope sticht durch die ausgefallensten Blüten heraus - fünf Studien, die nach der Show vermutlich schnell verwelken werden.

Das Fahrzeug, von dem man am ehesten annehmen darf, dass es in ähnlicher Form einmal in Serie gehen könnte, nennen die Franzosen Prometheus. Es handelt sich um ein 4,18 Meter langes, viersitziges Konzeptauto mit Aluminium-Karosserie, die nach Kombi aussieht, aber auch Coupé-Züge trägt. Eine Art Antwort auf den Renault Avantime, der in wenigen Monaten auf den Markt kommen wird.

Allerdings besitzt der Prometheus neben der Heckklappe noch drei weitere Türen: eine große Schiebetür an der linken Seite, die sich sowohl nach vorne, als auch nach hinten verschieben lässt, sowie eine Klapp- und eine Schiebetür auf der rechten Seite. Die

Konstruktion ist ungewöhnlich, doch vom Hocker reißt sie den Betrachter nicht.

Das schaffen schon eher die vier Studien, die Peugeot unter dem Namen "City Toyz" zusammengestellt hat. Beim Modell "Vroomster" sitzen Fahrer und Passagier hintereinander; die wild zerklüftete Karosserie ist aus Kohlefaser, und für den Vortrieb sorgt ein 1,6-Liter-Motor mit 109 PS (80 kW).

Die Studie "e-doll" sieht aus wie ein Autoscooter mit Überrollbügeln. Ähnlich wie bei den Jahrmarkt-Wägelchen können auch hier bis zu drei Personen nebeneinander sitzen; angetrieben wird das Mobil mit der wahrscheinlich unfallträchtigsten Einstiegsöffnung der Welt von zwei Elektromotoren, die aus Peugeots Elektroroller stammen.

Mit Strom wird auch die Design-Variante "Bobslid" betrieben. In jedem der vier Räder sitzen jeweils zehn kleine, 500 Watt starke Elektromotoren. Insgesamt stehen so rund 27 PS (20 kW) zur Verfügung, die via Joystick-Lenkung auf die Straße gebracht werden können. Immerhin ein Ansatz, der technisch eine Abwechslung bietet.

Konventionell dagegen geht es unter der Karbonkarosserie des Studie "kart-up" zu: Ein V6-Motor mit 207 PS (152 kW) unter extrem schrägem Design macht den Zweisitzer zu einem Auto, dessen Kart-Konzept schon bald nach der Garagenausfahrt im Stop-and-Go-Verkehr zwischen Dickschiffen wie dem Prometheus ruiniert werden könnte.

Neue Autos für den real existierenden Straßenverkehr gibt es bei Peugeot übrigens auch: Die Oberklassen-Limousine 607 wird auf dem Stand in Halle 1 im "Wald des Wissens" vorgestellt; die Weltpremiere des Hardtop-Cabriolets 206 CC findet im "Rosengarten" statt. Der jetzt bekannt gegebene Einstiegspreis für das kleine Coupé-Cabrio liegt bei 33.400 Mark; die ersten Modelle werden Ende des Jahres bei den Händlern stehen.

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