Erstes Batmobil wird versteigert: Superheldenauto für Schnäppchenjäger
Erstes Batmobil wird versteigert Batmans Beginner
Als der US-Amerikaner Forrest Robinson einst beschloss, sein 1956er Oldsmobile 88 von Grund auf umzurüsten, hatte er ein klares Ziel vor Augen: Der Wagen sollte aussehen wie das Dienstfahrzeug eines der berühmtesten Superhelden der Comic-Geschichte - Robinson wollte Batmans Batmobil nachbauen. Das war Anfang der Sechzigerjahre.
Wenn der Wagen nun am 6. Dezember bei einer Versteigerung des US-Auktionshaus Heritage Auctions unter den Hammer kommt, wird er als Ur-Batmobil betitelt - obwohl er in der ersten Batman-Serie, die von 1966 bis 1968 im US-Fernsehen lief, keine einzige Sekunde zu sehen war.
Beim seinem TV-Debüt kurvte der Fledermausmann nämlich in einem umgerüsteten Lincoln Futura, einem Konzeptauto von Ford, durch Gotham City. Dieser Wagen stammte aus der Werkstatt von George Barris und wurde bereits vor fast zwei Jahren versteigert. Der jetzt angebotene Superheldenklassiker von Forrest Robinson darf seinen Titel als Vorreiter trotzdem zu Recht führen - denn er wurde laut Angaben des Auktionshauses bereits 1963 vom Verlag DC Comics als offizielles Batmobil lizensiert.
Vergleichsweise ein Schnäppchen
Robinson verwandelte das Oldsmobile 88 im Schuppen seiner Eltern in ein Batmobil. Der damals 23-Jährige tauschte die Originalkarosserie gegen eine Hülle aus, die er und ein Freund selbst konstruiert hatten - anhand der Comic-Vorlage. Auffälligstes Merkmal an diesem rundum auffälligen Wagen war die große Heckflosse, die hinten mittig aufragt.
Erwartungsgemäß war das Auto eine Sensation im Verkehr - und als Manager von DC Comics darauf aufmerksam wurden, buchten sie es kurzerhand als rollende Batman-Werbung. So erhielt der Wagen seinen offiziellen Batmobil-Segen.
Für die TV-Serie bekam dann die Version von George Barris den Vorzug. Robinson erhielt den Wagen zurück und verkaufte ihn schließlich für rund 200 Dollar. Nach einigen Jahren verschwand das "63er Batmobil" in einer Scheune in New Hampshire, wo es 2008 wieder auftauchte.
Die neuen Besitzer ließen es restaurieren und bieten es jetzt bei der Auktion an. Im Vergleich zu anderen, späteren Batmobilen kann das Ur-Batmobil weder automatisch Nägel ausschütten und Verfolger einnebeln, noch hat es Raketendüsen oder eine Panzerkarosserie.
Dafür hat es zum einen eine Straßenzulassung und ist zum anderen vergleichsweise ein Schnäppchen. Denn das Auktionshaus rechnet mit Geboten von bis zu 500.000 Dollar - das Batmobil von George Barris kam dagegen für 4,2 Millionen Dollar unter den Hammer.