Jeep Cherokee: Weltpremiere in Detroit - DER SPIEGEL
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Jeep Cherokee Weltpremiere in Detroit

Seit 16 Jahren fährt der Jeep Cherokee fast unverändert umher. In Detroit feiert nun ein komplett neues Modell Weltpremiere. Das Auto, dem mehr Komfort anerzogen wurde, wird ab Herbst 2001 in Deutschland angeboten.
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Die Klasse der Sport Utility Vehicles, landläufig als Geländewagen bekannt, wurde in den vergangenen Jahren von nahezu allen Herstellern entdeckt und um mindestens ein Modell bereichert. Kennzeichen der Neuzugänge war vor allem deren Fahrkomfort, den typische Allrad-Racker älterer Baujahre oft vermissen ließen.

Auch der Jeep Cherokee glänzte bislang eher durch seine Geländeeigenschaften als durch Fahrkomfort. Das soll beim neuen Modell nun anders werden. Der Neue "erweitert seine Bandbreite mit überzeugendem Pkw-Komfort und entsprechendem Handling", heißt es in einer Mitteilung von Chrysler.

Der Cherokee des Jahres 2001 ist 4,4 Meter lang, fällt durch sehr kurze Überhänge vorne und hinten auf und steht auf 16-Zoll-Rädern. Das Heck fällt nun durch das außen montierte Ersatzrad auf, die Frontpartie wird von dem markentypischen Kühlergrill mit den vertikalen Lufteinlassöffnungen (beim neuen Cherokee sind es derer sieben) dominiert.

In Deutschland wird das neue Auto mit drei Motoren angeboten. Einem 2,4-Liter-Vierzylinder-Benziner mit einer Leistung von 155 PS (115 kW) und einem maximalen Drehmoment von 226 Nm. Zum zweiten mit einem 3,7-Liter-V6-Motor, der 212 PS (157 kW) leistet, bis zu 305 Nm mobilisiert und Anhängelasten bis zu 3,25 Tonnen bewegen kann; diese Maschine wird standardmäßig mit einer Vierstufen-Automatik ausgeliefert. Schließlich bietet Chrysler den Wagen auch mit einem 2,4-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel mit Common-Rail-Direkteinspritzung an. Der Selbstzünder leistet 140 PS (105 kW) und liefert ein maximales Drehmoment von 343 Nm.

Was die Insassensicherheit betrifft, ist der neue Geländegänger mit zwei mehrstufig auslösenden Frontairbags sowie Seiten-Kopfairbags vorne und hinten ausgestattet. Zudem sorgen ABS und elektronische Bremskraftverteilung für ein Plus an Fahrsicherheit.

Gebaut wird der Wagen im neuen DaimlerChrysler-Werk im US-Staat Ohio, der Toledo North Assembly Plant. Der Konzern investierte umgerechnet rund 1,6 Milliarden Mark in die Fabrik, die größtmögliche Qualitätsstandards gewährleisten soll. Angesichts der derzeitigen Chrysler-Flaute gut angelegtes Geld. Denn die Jeep-Modelle gehören zu den Hoffnungsträgern von DaimlerChrysler auf dem daniederliegenden US-Markt.

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