Opel-Studie: Espresso aus der Mittelkonsole - DER SPIEGEL
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Opel-Studie Espresso aus der Mittelkonsole

Das dringend benötigte neue Serienmodell kann Opel auf der IAA noch nicht präsentieren. Doch immerhin rollen die Rüsselsheimer eine Studie in die Frankfurter Messehallen, die auch als Serienauto eine blendende Figur machen könnte.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Signum2 heißt das Modell, von dem der neue Opel-Chef Carl-Peter Forster sagt, es "deute Akzente und Lösungen an, die das Bild künftiger Opel-Modelle prägen werden." Betrachtet man zunächst das Design, ist das durchaus eine verheißungsvolle Botschaft. Denn der 4,64 Meter lange Kombi sieht modern und robust aus. Die Frontpartie wird von einem mächtigen, trapezförmigen Kühlergrill beherrscht, an der Seite fallen die deutlich ausgestellten Radhäuser, die fehlende B-Säule und eine dafür sehr wuchtig geratene C-Säule auf. Das Heck schließlich wird dominiert von einer schräg abfallenden, tief in den Stoßfänger reichenden Klappe und klobigen Scheinwerfern.

Wie stets bei Studien, wirkt das Auto auch deshalb recht ansprechend, weil große 19-Zoll-Räder mit breiten Niederquerschnittreifen montiert sind. Später, bei einem eventuellen Serienfahrzeug, gibt es solche Felgen - wenn überhaupt - nur gegen einen deftigen Aufpreis.

Die Neuheiten des Signum2 befinden sich vor allem im Innenraum. Wird zum Beispiel die Tür von außen geöffnet, schwenkt automatisch der jeweilige Sitz in die Richtung des Passagiers, um das Einsteigen zu erleichtern. Neben den vier Einzelsitzen gibt es zahlreiche Stauboxen, die auf einer Schiene in der Mitte des Fahrzeugs beliebig angeordnet werden können. In einer dieser Kästchen ist zum Beispiel eine Espressomaschine untergebracht.

Eine ungewöhnliche Idee ist es auch, dass Rücksitzlehne und Rücksitzbank auf Knopfdruck so nach oben gefahren werden können, dass eine durchgehende Abdeckung des Innenraums hinter den Vordersitzen entsteht. Gepäckstücke können so vollkommen des Blicks von außen entzogen werden. Das Dach besteht aus einer großen Glasfläche, die bis zur Frontscheibe reicht und den Innenraum sehr hell und damit großzügig erscheinen lässt.

Opel möchte in Zukunft vor allem auf die beiden Produkteigenschaften Innenraumvariabilität und Infotainment setzen. Entsprechend gibt es im Signum2 einen Computer mit Internetzugang, ausklappbarem Monitor und Infrarot-Tastatur für den Beifahrer. Auf den hinteren Plätzen stehen zwei DVD-Spieler sowie, in speziellen Ablageflächen, zwei Videobrillen und zwei Kopfhörer zur Verfügung.

Motorisiert ist das Konzeptauto mit einem neuen V8-Motor der Konzernmutter General Motors. Der Benzin-Direkteinspritzer aus Aluminium mit 4,3 Liter Hubraum soll eine Leistung von 300 PS (220 kW) bringen bei einem Drehmoment von 400 Nm.

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