Elon Musk: Reich, mächtig, gefährlich - der Einfluss des Tech-Moguls, für Kinder erklärt - DER SPIEGEL
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Elon Musks Einfluss, für Kinder erklärt Reich, mächtig, gefährlich

Elon Musk ist der reichste Mensch der Welt. Seit einiger Zeit mischt er in der US-Regierung mit. Dabei ist er gar kein gewählter Politiker. Wie kann das sein?
Von Pelle Kohrs • • aus DEIN SPIEGEL 4/2025

Der Präsident der USA  heißt ­Donald Trump. Er wurde im November erneut gewählt und ist nun zum zweiten Mal im Amt. Doch manchmal wirkt es so, als hätte in den USA nicht Trump das Sagen, sondern Elon Musk . Der Milliardär geht im Weißen Haus ein und aus, trifft sich mit Regierungschefs anderer Länder und gibt Pressekonferenzen im Oval Office, dem Büro des Präsidenten. Dabei ist Musk kein gewählter Politiker. Er ist der reichste Mensch der Welt. Sein Vermögen wird auf rund 375 Milliarden Euro geschätzt. Fachleute halten es für gefährlich, dass jemand mit so viel Geld so viel politischen Einfluss hat.

Wofür ist Elon Musk bekannt?

Berühmt wurde Musk als Geschäftsmann. Seine ersten Millionen verdiente er vor rund 25 Jahren durch den Verkauf eines Internet-Unternehmens. Wenig später gründete er die Raketenfirma SpaceX und steckte viel Geld in den Autohersteller Tesla . Beide Unternehmen wurden sehr erfolgreich.

In der Öffentlichkeit hatte Elon Musk lange einen guten Ruf. Er galt als schlauer Erfinder, der sein Geld für wichtige Dinge einsetzt. Mit den Elektroautos von Tesla trieb der Milliardär die Mobilitätswende voran. Gleichzeitig machte er sich für den Klimaschutz stark. Zu anderen politischen Themen äußerte er sich nur selten.

Mittlerweile ist das anders: Musk verbreitet Verschwörungsmythen sowie gefährliche Fake News im Internet und spielt die Gefahren des Klimawandels herunter. Er beschimpft Regierungschefs anderer Staaten und unterstützt rund um den Globus rechte Parteien. In Deutschland macht sich der Milliardär etwa für die AfD stark, die in Teilen rechtsextrem ist. Den bisherigen Bundeskanzler Olaf Scholz nannte Elon Musk einen »unfähigen Idioten«.

DEIN SPIEGEL: Glück als Schulfach

Wie lernt man, glücklich zu sein? Mobbing, Müdigkeit, mieser Leistungsdruck – wenn in Deutschland Kinder und Jugendliche gefragt werden, wie es ihnen in der Schule geht, sind die Ergebnisse leider schlecht. Viel zu wenige gehen gern zur Schule und fühlen sich dort gut. Mancherorts wird dagegen etwas unternommen, mit einem besonderen Schulfach: Glück! Wir haben eine Schule in Berlin besucht und uns angeschaut, wie Glück gelehrt wird. Außerdem im Heft: Warum Elon Musk so mächtig ist. DEIN SPIEGEL gibt es am Kiosk, ausgewählte Artikel online. Erwachsene können das Heft auch hier kaufen:

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Warum macht er das?

Elon Musk scheint sich vor einigen Jahren radikalisiert zu haben. So nennt man es, wenn eine Person mit der Zeit immer extremere politische Ansichten vertritt. Dafür gibt es meistens einen Auslöser. Die Radikalisierung von Elon Musk hat wohl mit einem seiner 14 Kinder zu tun: seiner Tochter Vivian Jenna Wilson.

Vivian, 20, ist transgender. Sie wurde als Junge geboren, identifiziert sich aber nicht mit dem biologischen Geschlecht, mit dem sie auf die Welt gekommen ist. Heute lebt sie als trans Frau, im Alter von 18 Jahren ließ sie ihr Geschlecht und ihren Namen offiziell ändern. Elon Musk akzeptiert das nicht. »Mein Sohn ist tot«, sagte er zu dem Thema. Vivian hat den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen.

Seitdem behauptet Elon Musk, dass trans Menschen Opfer eines »Gedankenvirus« seien. Wer sich für trans Personen einsetzt, scheint für ihn ein Feind zu sein. So auch die Demokraten, eine der beiden großen Parteien in den USA. Als sie an der Macht waren, haben sie viel für die Rechte und den Schutz von trans Personen getan. Elon Musk wandte sich unter anderem deswegen den Republikanern zu, der anderen großen Partei in den USA. Und vor allem ihrem Anführer: Donald Trump .

Wer ist hier der Boss? Musk tritt im »Oval Office« auf, dem Büro von Donald Trump

Wer ist hier der Boss? Musk tritt im »Oval Office« auf, dem Büro von Donald Trump

Foto:

Kevin Lamarque / REUTERS

Wie ist das Verhältnis zwischen den beiden?

Elon Musk hat Donald Trump mit mehr als 250 Millionen Dollar im Wahlkampf unterstützt. Zudem hat er Falschinformationen über Kamala Harris verbreitet, die Präsidentschaftskandidatin der Demokraten. Dafür nutzte Musk seine Social-Media-Plattform X, die früher Twitter hieß. Der Milliardär hat die Plattform vor drei Jahren für 44 Milliarden Euro gekauft. Sein Account, auf dem er immer wieder Hass und Hetze teilt, hat mehr als 219 Millionen Follower.

Als Dank für Elon Musks Unterstützung hat Donald Trump ihm eine Aufgabe gegeben: Er soll mithilfe eines neuen Gremiums dafür sorgen, dass die Regierung Geld einspart. In den Behörden des Landes arbeiten rund 2,4 Millionen Menschen. Sie kümmern sich zum Beispiel um wichtige Themen wie das Gesundheitssystem, Klima- und Umweltschutz, Bildung und Wissenschaft. Trump und Musk halten das meiste davon für reine Geld­verschwendung. Sie wollen den Großteil der Behörden abschaffen. In den vergangenen Monaten ließen sie Tausende Staatsbedienstete feuern. So etwa bei der Behörde für Entwicklungshilfe, die weltweit Not leidende Menschen mit Medikamenten und anderen Hilfsgütern versorgt. Dass diese Unterstützung nun ausbleibt, könnte Leben kosten.

Was haben sie davon?

Donald Trump hat im Wahlkampf versprochen, die Steuern zu senken. Dafür muss er Geld sparen. Unter anderem durch die Schließung der Behörden will er das schaffen. Laut Fachleuten hat dieser Plan aber nur eine geringe Aussicht auf Erfolg. Die eingesparten Geldbeträge seien zu niedrig. Trump scheint das anders zu sehen. Was wohl daran liegt, dass das Ganze für ihn noch einen anderen Vorteil hat: Er baut durch die Kündigungen seine Macht aus. Trump lässt sehr viele Leute feuern, die anders denken als er und ihn in der Vergangenheit kritisiert haben. Übrig bleiben sollen diejenigen, die ihm treu ergeben sind. So kann er seine Pläne leichter umsetzen.

Auch Elon Musk ist durch seinen Draht ins Weiße Haus mächtiger geworden. Er beeinflusst Behörden, die seine eigenen Unternehmen be­aufsichtigen. Und er hat seinem Gremium Zugang zu persönlichen Daten von Millionen US-Amerikanern verschafft.

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Und jetzt?

Viele Menschen beobachten die Entwicklung in den USA mit Sorge. Sie hoffen, dass US-amerikanische Gerichte helfen können. Dort sind zuletzt etliche Klagen gegen das Vorgehen von Elon Musk eingegangen. Noch ist unklar, ob die Richterinnen und Richter ihn stoppen werden.

Dieser Artikel erschien in »Dein SPIEGEL« 4/2025.

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