Das Weiße vom Spiegelei soll zart und cremig sein, nicht glibberig und nicht zäh, das Eigelb flüssig, aber nicht mehr kalt und ohne Flecken. Der Schlüssel zum Erfolg heißt Geduld: In einer Pfanne wird reichlich Butter erhitzt, ohne dass sie aufschäumt, das Ei, das möglichst Zimmertemperatur hat, dazugegeben und auf sehr kleiner Flamme gegart. Wie lange das dauert, kann man nicht sagen, es ist von Herd zu Herd verschieden.
Aber es dauert, und man muss – jedenfalls bei den ersten hundertmal – aufpassen. Wenn die Temperatur gering genug ist, kann man hin und wieder mit dem Fingerrücken ganz vorsichtig prüfen, ob das Dotter schon warm ist. Wenn es soweit ist, gibt man das Ei vorsichtig auf einen vorgewärmten Teller und löffelt ein wenig geschmolzene, gesalzene Butter darauf. So vermeidet man auch, dass durch unvorsichtiges Salzen Flecken auf dem Eigelb entstehen. Der Unterschied zu dem, was man normalerweise vorgesetzt bekommt, ist gewaltig.
Rezept Spiegelei