Geklaute Filmszenen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Berühmte Kopien Das hab ich doch schon mal gesehen!

Mit fremden Lorbeeren auf den Film-Olymp: Die Axtszene aus "Shining" schrieb Kinogeschichte. Dabei hatte Stanley Kubrick sie aus einem anderen Film geborgt. Er ist nicht der einzige. Etliche Star-Regisseure kupferten bei Kollegen ab und schufen so herrliche Hommagen, aber auch dreiste Kopien. einestages präsentiert unvergessliche Filme - und ihre vergessenen Vorbilder.
1 / 41

Die Axt im Film: 1980 schuf Stanley Kubrick mit der legendären Axtszene in "Shining" einige der eindringlichsten Minuten der Filmgeschichte. Wer Jack Nicholson gesehen hat, wie er voller Wut und Wahnsinn die Tür bearbeitet, wird die Bilder nicht wieder vergessen. Doch einigen mag die Szene auch bekannt vorgekommen sein - denn etliche Star-Regisseure kupferten dreist bei Kollegen ab.

2 / 41

Bereits 1921 hat Victor Sjöström in seinem Stummfilm "Der Fuhrmann des Todes" die gleiche Szene wie in "Shining" gezeigt. Ein Mann (übrigens gespielt vom Regisseur selbst), der durchdreht und versucht, sich mit der Axt Zugang zu dem Zimmer zu verschaffen, in dem sich seine Frau vor ihm in Sicherheit gebracht hat.

Es ist wahrscheinlich, dass Kubrick diese Szene kannte. Schließlich gilt Sjöström vielen Filmemachern und Kinokennern als einer der wichtigsten Innovatoren des Stummfilms und dieser Horrorfilm als sein Meisterwerk. Auch Ingmar Bergmann war ein Fan des Regisseurs und drehte 2000 sogar den TV-Film "The Image Makers" über die Dreharbeiten zu "Der Fuhrmann des Todes".

Sjöström hätte sicher nichts gegen Kubricks grandios gefilmtes Zitat gehabt. Schließlich hat er sich vermutlich selbst zu der Axtszene inspirieren lassen. Von einem anderen Meisterregisseur der Stummfilmzeit: ...

3 / 41

...D.W. Griffith. Der Regisseur von Stummfilmklassikern wie "Geburt einer Nation" und "Intoleranz" hatte 1919 dieselbe Konstellation (Mann - Tür - Axt - verstörte Frau) in seinem Film "Broken Blossoms" gezeigt.

Möglicherweise kannte Kubrick auch diesen Film. Denn die wahnsinnige Angst mit der Shelley Duvall in "Shining" durch das Badezimmer irrlichtert, während Nicholson die Tür zertrümmert, erinnert stark an die Darbietung des Stummfilmstars Lillian Gish in "Broken Blossoms".

4 / 41

Am Anfang war eine fremde Idee: Und zwar schon direkt am Anfang des ersten Teils von "Star Wars" (1977).

Wenn heute ein Text so ins Bild fliegt, denkt jeder gleich an George Lucas' Space-Märchen. Als der allerdings beschloss, die einleitenden Worte vor jedem Film perspektivisch über die Leinwand fliegen zu lassen, dachte er an ein ganz anderes Weltraum-Märchen: ...

5 / 41

..."Flash Gordon". Auch in der 13-teiligen Serie von 1936 flogen die Buchstaben am Anfang ins Bild und halfen dem Zuschauer so, bei jeder Folge den Anschluss zu finden.

Doch Lucas' Geschick aus Fundstücken der Filmgeschichte etwas Neues zu kompilieren endet hier noch lange nicht. Und er beschränkte sich bei seinen Inspirationsquellen keineswegs auf das Science-Fiction-Genre. So findet sich die Szene...

6 / 41

...in der Luke nach Hause kommt, sieht, dass jemand die Farm seines Onkels niedergebrannt und seine Pflegeeltern getötet hat, fast ebenso in...

7 / 41

...John Fords Westernklassiker "Der schwarze Falke" mit John Wayne.

Hier hat natürlich nicht das Imperium die Farm niedergebrannt, sondern eine Gruppe räuberischer Comanchen. Doch auch in diesem Film stirbt eine halbe Familie und das Erlebnis sorgt dafür, dass der Held sich auf eine beschwerliche Mission macht. Während es in "Star Wars" allerdings um Freiheit im Universum geht, reitet John Wayne durch den halben Wilden Westen, um zwei entführte Mädchen zu retten.

Die Rebellen in "Star Wars" müssen unterdessen durchs halbe All düsen, um...

8 / 41

...im Finale des Films mit einem Geschwader von X-Wing-Fightern ein gewagtes Manöver zu fliegen - sie wollen den Todesstern zerstören. Dafür müssen die Piloten - verfolgt von imperialen Raumschiffen und unter dem Beschuss von Flugabwehrfeuer - im Tiefflug durch einen Graben im Todesstern fliegen, um einen Protonentorpedo genau im richtigen Zeitpunkt abzufeuern, einen Luftschacht zu treffen und so den gesamten Todesstern mit einem einzigen Treffer zu vernichten.

Als Vorlage für diese spektakuläre Actionsequenz...

9 / 41

...diente ein verhältnismäßig obskurer Kriegsfilm namens "Mai '43 - Die Zerstörung der Talsperre" (etwas besser bekannt unter seinem Originaltitel "The Dam Busters") von 1955.

In diesem Weltkriegsdrama müssen britische Piloten ein gewagtes Manöver fliegen - sie wollen zwei deutsche Dämme zerstören. Dafür müssen die Piloten - verfolgt von deutschen Fliegern und unter dem Beschuss von Flugabwehr - im Tiefflug über einen Stausee manövrieren, um eine Rollbombe genau im richtigen Zeitpunkt abzuwerfen und den Damm mit einem einzigen Treffer zu vernichten.

Über den Plot hinaus gleicht die Angriffssequenz in "Dam Busters" dem Original bis hin zu Details wie Kameraeinstellungen und Dialogen. So sehr sogar, dass die Youtube-Gemeinde sich einen Spaß daraus macht, die Dialoge von "Dam Busters" auf das "Star Wars"-Finale zu schneiden und umgekehrt.

Wie massiv Lucas für das Finale auf Vorbilder zurückgegriffen hat, plauderte Joe Johnson, damals zuständig für die Spezialeffekte bei "Star Wars", 1978 in einem Interview mit dem Filmmagazin "Cinefantastique", aus. Lucas hatte aus Filmsequenzen ein bewegliches Storyboard zusammengeschnitten. "Viel davon", so Johnson, "aus 'Luftschlacht um England', ein paar Sachen aus 'Die Brücken von Toko-Ri', 'Tora! Tora! Tora!', der Dokumentation 'Jet Pilot', 'Kampfgeschwader 633', einiges waren echte Kampfszenen aus dem zweiten Weltkrieg - und eine ganze Menge Material kam aus dem Film 'Dam Busters'".

Bei der Geschichte von "Star Wars" sollte indessen ein anderer Film George Lucas entscheidend beeinflussen. Es war...

10 / 41

..."Die verborgene Festung" (1958) von Akira Kurosawa.

Im Film des Japaners wird ebenso wie in "Star Wars" die Geschichte aus der Sicht der beiden unwichtigsten Charaktere erzählt. In Kurosawas Film sind das die Gauner Tahei und Matashichi. Bei Lucas...

11 / 41

...R2-D2 und C-3PO. Und genau wie die zwei Diebe in "Die verborgene Festung" irren die beiden Droiden am Anfang des Films streitend durch die Wüste, trennen sich, geraten unabhängig voneinander in Gefangenschaft und werden auf diese Weise wieder vereint.

Auch der raue Held wider Willen (Han Solo) und die kratzbürstige Prinzessin (Leia) finden sich im Personal von "Die verborgene Festung".

Ein früher Entwurf von "Star Wars" lehnte sich sogar so sehr an Kurosawas Film an, dass Lucas darüber nachdachte, die Rechte an dem Drehbuch zu kaufen. Am Ende verblassten viele Ähnlichkeiten. Doch das Vorbild hinterließ dennoch deutliche Spuren. Als eine weitere gilt die...

12 / 41

...Wischblende, also der Übergang von einer Szene zur anderen per Wischeffekt. Diese gibt es zwar auch in...

13 / 41

..."Die verborgene Festung". Sie könnte aber genauso gut aus dem anderen großen Vorbild für Lucas' Space-Märchen geborgt sein. Denn auch in...

14 / 41

...der "Flash Gordon"-Serie aus den dreißiger Jahren wurde dieser Effekt bereits benutzt.

15 / 41

Der Western, der aus dem Osten kam: 1964 drehte Sergio Leone "Für eine Handvoll Dollar" und machte Clint Eastwood Prototyp des Antihelden mit Cowboyhut. Doch während Eastwood durch und durch ein Original war, stammt die Geschichte des Films...

16 / 41

...ebenfalls von Akira Kurosawa. Kein Wunder. Denn Filmemacher von Ingmar Bergmann über Federico Fellini, Stephen Spielberg und Robert Altman bis hin zu John Woo geben offen zu, von dem japanischen Regiemeister beeinflusst worden zu sein.

Doch bei "Für eine Handvoll Dollar" trieb Leone es ein bisschen zu weit. Er übernahm praktisch den gesamten Plot seines Films aus Kurosawas "Yojimbo - Der Leibwächter".

Bei der darauf folgenden Gerichtsverhandlung konnte Leone zwar zeigen, dass auch Kurosawa ein Vorbild bei der Story hatte - nämlich Dashiell Hammetts Roman "Rote Ernte" von 1927. Dennoch musste der Italiener 15 Prozent des weltweiten Gewinns und die Vertriebsrechte für Taiwan, Südkorea und Japan abtreten. Am Ende verdiente Kurosawa mit Leones Film mehr als mit dem eigenen.

17 / 41

Ton ab, Kinderwagen rollt - und Action! Dass Zitate auch immer eine Verbeugung vor dem Original sind, zeigte Brian De Palma 1987 in "Die Unbestechlichen". Im Finale des Prohibitionsdramas, kurz vor dem Shootout zwischen Polizei und Mafia, taucht eine Frau mit einem Kinderwagen auf. Dieser rollt kurze Zeit später während einer wilden Schießerei unkontrolliert samt Kind die Treppen hinunter.

Damit zitiert De Palma natürlich eine der bekanntesten Szenen der Filmgeschichte. Es ist die...

18 / 41

...sogenannte Odessastufen-Sequenz aus Sergej Eisensteins Stummfilmklassiker "Panzerkreuzer Potemkin" von 1925. Darin lässt Eisenstein die Soldaten des Zaren in einer Reihe die lange Treppe in Odessa heruntermarschieren und mit ihren Gewehren kaltherzig in die Menge feuern. Dabei steigert der russische Regisseur die Dramatik kunstvoll von Szene zu Szene. Ihren Höhepunkt erreicht sie, als der Kinderwagen einer erschossenen Mutter die Treppen herunterrollt.

Die Szene wurde vielfach zitiert - doch nie so gut wie von De Palma. Denn er steigert die unerträgliche Spannung des Originals in seiner etwa achtminütigen Szene sogar noch, indem er den Schatzamt-Agenten Eliot Ness (Kevin Costner) zuerst selbst den Wagen die Treppe hinaufschleppen lässt, während die Gangster jede Sekunde auftauchen könnten.

19 / 41

Big in Japan - aber born in the USA: Natürlich ist Roland Emmerichs "Godzilla" von 1998 ein Remake - aber das Vorbild für den Blockbuster stammt nicht, wie so manch einer jetzt vermuten wird, aus Japan, sondern aus Hollywood und heißt...

Foto: ddp images
20 / 41

..."Panik in New York". Der Monsterfilm, der 1953 nach einer Kurzgeschichte des Science-Fiction-Autors Ray Bradbury entstand, gilt als Vorbild für den ersten "Godzilla"-Film von 1954.

Emmerichs "Godzilla"-Remake folgte der Story des fast vergessenen Originals nicht nur, indem er seine Riesenechse ebenfalls New York in Schutt und Asche stampfen ließ. Auch die Enden beider Filme ähneln sich stark.

Die Echse aus '98 verfängt sich zwar in den Stahlseilen der Brooklyn Bridge, während das Monster aus "Panik in New York" im Inferno einer brennenden Achterbahn zusammenbricht - doch in beiden Filmen wird das wütende Untier plötzlich zur tragischen Figur, deren Todeskampf den Zuschauer anrührt.

Foto: ddp images
21 / 41

Filmnerd im Zitatehimmel: Quentin Tarantino ist ein Meister der popkulturellen Querverweise. In seinem Werk wird soviel Filmgeschichte zitiert, kopiert und verwurstet wie in keinem zweiten. Oft sind diese Hommagen tiefe Verbeugungen vor den Meistern des Genrefilms.

So trägt Uma Thurman in "Kill Bill - Volume 1" von 2003 etwa einen ähnlichen gelben Dress wie...

Foto: ddp images
22 / 41

...Bruce Lee in dem posthum fertig gestellten Martial-Arts-Movie "Mein letzter Kampf" von 1978.

Oft verweist der Alleskenner Tarantino aber auch auf weit obskurere Werke. Mit...

Foto: ddp images
23 / 41

...der Augenklappe etwa, die Daryl Hannah in "Kill Bill - Volume 2" trägt, erinnert er an den weitgehend unbekannten schwedischen Gewaltstreifen…

Foto: ddp images
24 / 41

..."Thriller - A Cruel Picture", in dem die Protagonistin nicht nur ebenfalls eine Augenklappe trägt, sondern sich, wie Uma Thurman in "Kill Bill", auf einen irren Rachefeldzug begibt.

Manchmal allerdings geht...

25 / 41

...selbst ein Zitategenius wie Tarantino zu weit mit seiner Praxis, die Filmgeschichte als Selbstbedienungsladen zu benutzen.

Bei seinem ersten großen Erfolg "Reservoir Dogs" von 1992 borgte er scheinbar...

26 / 41

...die Grundpfeiler der Story von dem Hong-Kong-Gangsterfilm "City On Fire" von 1987.

In beiden Filmen geht es um einen Raub, der furchtbar schief geht - weil ein Undercover-Cop sich in die Bande eingeschlichen hat. In beiden Filmen wird der Cop bei dem Raub angeschossen. In beiden Filmen enttarnt der Anführer der Gangster den Verräter beinahe, wird aber dann von einem anderen davon abgebracht, den vermeintlichen Verräter einfach zu erschießen. In beiden Filmen führt der Verdacht, dass ein Polizist unter ihnen ist, zu einem Mexican standoff, bei dem sich die Gangster gegenseitig mit ihren Waffen in Schach halten. Und in beiden Filmen gesteht der Undercover-Ermittler am Ende dem Gangsterkumpel, der sich für ihn eingesetzt hat, dass er ein Cop ist.

Mit all diesen Ähnlichkeiten konfrontiert, als sein Film 1992 in Cannes lief, bügelte Tarantino den Vorwurf, sich bei "City On Fire" bedient zu haben, mit den Worten ab: Er könne es kaum erwarten, das Hong-Kong-Original zu sehen.

27 / 41

Wer ist der wahre König? Wer 1994 "Der König der Löwen" gesehen und gedacht hat: Ach schön, mal wieder ein richtiges Disney-Original, hat vermutlich nie...

28 / 41

...die erfolgreiche japanische Zeichentrickserie "Kimba, der weiße Löwe" aus den sechziger Jahren gesehen - oder den Comic gelesen, von dem sie adaptiert wurde.

Der eine Löwe heißt Kimba, der andere Simba. Gut, das könnte noch ein Zufall sein. Doch beide haben einen weisen Pavian, der genau genommen ein Mandrill ist, zum Freund. Beide haben tote Väter, die ihnen Ratschläge aus dem Jenseits erteilen und beide haben einen ausgezehrten Löwen mit Narbe über dem linken Auge als Gegenspieler. Um nur einige frappierende Ähnlichkeiten in der Besetzung zu nennen.

Auch die Geschichten weisen diverse Doppelungen auf. Etwa den Hauptakteur, der versucht (siehe Bilder), seinen Freunden zuliebe Vegetarier zu werden (Kimba) beziehungsweise auf Insekten als Nahrungsquelle umzusteigen (Simba).

Man könnte es auch so sagen: "Der König der Löwen" ist eine Art Best-of der Fernsehserie "Kimba, der weiße Löwe".

Doch Disney kopierte nicht nur "Kimba". Der Trickfilmkonzern klaute erstaunlicherweise auch...

29 / 41

...bei sich selbst. Eine Tanzszene aus "Robin Hood" von 1973 beweist dies Eindrucksvoll. Bild für Bild und Bewegung für Bewegung kopierten Disney-Zeichner einige Tanzschritte aus...

30 / 41

..."Schneewittchen und die sieben Zwerge" von 1937. Ebenso...

31 / 41

...stammen ein paar andere Takte aus derselben Szene von "Robin Hood" eigentlich aus...

32 / 41

..."Aristocats" von 1970. Und diese beeindruckende...

33 / 41

...Rock'n'Roll-Figur - immer noch aus denselben drei Minuten bei "Robin Hood" - liehen die Disney-Zeichner sich aus...

34 / 41

..."Das Dschungelbuch" von 1967.

Dieser Film diente im Übrigen häufiger als Steinbruch für Animationen in anderen Disney-Filmen. So wurde etwa...

35 / 41

...diese Szene, in der Mogli ziellos durch den Dschungel streift, zu...

36 / 41

...einer Szene aus "Die vielen Abenteuer von Winnie Puuh" (1977), in der Christopher Robin nachdenklich durch den Wald streift. Diese...

37 / 41

...Familienszene mit Mogli und seiner Wolfsverwandtschaft orientiert sich wiederum an einer Sequenz aus...

38 / 41

..."Die Hexe und der Zauberer" von 1963.

Ob sich die Disney-Zeichner mit dieser Abpaustechnik vor ihren Vorgängern verbeugen wollten oder aus Gründen der Ökonomie kopierten, sei dahin gestellt.

39 / 41

Wer hat zuerst an der Uhr gedreht? Ende der siebziger bis Mitte der neunziger Jahre (bevor er nach Hollywood ging) gehörte Jackie Chan zu den waghalsigsten und einfallsreichsten Actiondarstellern überhaupt.

Dabei waren die Stummfilme des frühen Hollywood eine seiner wichtigsten Inspirationsquellen. Diese Szene aus "Der Superfighter" von 1983 ist eine Homage an eine der berühmtesten Szenen der Stummfilmzeit. Sie stammt aus...

40 / 41

..."Ausgerechnet Wolkenkratzer!" (1923) mit Harold Lloyd.

In seiner Version hat Jackie Chan sich den Originaltitel des Vorbilds - "Safety Last!" - übrigens sehr zu Herzen genommen. Die etwas merkwürdige Kameraperspektive in Chans Version wählte dieser nämlich, weil der Zuschauer nur so sehen konnte, dass der Hong-Kong-Star bei seinem Fall am Ende der Szene durch nichts gebremst wurde als zwei Markisen.

Manche sind eben bereit, für eine gute Szene zu sterben - selbst dann, wenn sie nur geborgt ist. Chan ließ sich für die perfekte Aufnahme gleich drei Mal vom Glockenturm fallen. Bei seinen Stürzen brach er sich die Nase und verletzte sich den Hals.

Fallen Ihnen...

Foto: ddp images
41 / 41

...noch weitere berühmte, berüchtigte oder besonders dreiste Szenenzitate ein? Oder wissen Sie mehr über die hier aufgeführten Beispiele? Diskutieren Sie mit den anderen einestages-Lesern in der Debatte!

Foto: AP
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?