Lebensläufe von Vorständen: Was Top-Manager eint - DER SPIEGEL
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Gestatten, Vorstand Was Top-Manager gemeinsam haben

Top-Manager in einem großen Unternehmen - für viele das Karriereziel schlechthin. Doch wie muss gestrickt sein, wer es bis zur Spitze schaffen will? Eine Studie der WHU hat den typischen deutschen Vorstand unter die Lupe genommen.
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So ist der durchschnittliche deutsche Vorstand: männlich, 52 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder, kommt aus dem Bürger- und Großbürgertum. Das ist das Ergebnis einer Studie von manager magazin und WHU Otto Beisheim School of Management. Immerhin 14 Prozent der Topführungskräfte stammen aus der Arbeiterklasse und 29 Prozent aus den Mittelschichten. Der Aufstieg von unten nach ganz oben ist also zwar selten, aber möglich.

Foto: Ingo Wagner/ picture alliance / dpa
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Maßvolle Jobhopper: Die Vorstände sind im Schnitt seit 14,9 Jahren im Unternehmen und dort seit 6,8 Jahren im Vorstand. Durchschnittlich hatten sie gut 2,5 frühere Arbeitgeber.

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Bildung zählt: Die meisten Vorstände haben Wirtschaftswissenschaften studiert, gefolgt von Ingenieur- und Naturwissenschaften. Jura hat als Königsweg in die Vorstandsetagen ausgedient. 39 Prozent der Top-Manager haben promoviert, prozentual die meisten in Naturwissenschaften (82 Prozent), nur 30 Prozent der Wirtschaftswissenschaftler haben promoviert. 13 Prozent haben einen MBA, acht Prozent besuchten eine Privatschule.

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Von unten nach oben: Der Aufstieg an die Spitze ist für Manager aus unteren und mittleren Gesellschaftskreisen beschwerlicher und länger. Führungskräfte aus dem Großbürgertum waren im Schnitt 6,3 Jahre im Unternehmen, als sie in den Vorstand berufen wurden, ihre Kollegen aus der Arbeiterklasse 12,6 Jahre.

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Die Arbeitszeiten der Vorstände variieren deutlich. In den Dax-Unternehmen geben die Manager an, im Schnitt 64,7 Stunden pro Woche zu arbeiten; im Tec-Dax liegt der Schnitt bei 58,2 Stunden.

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Schon als Kind Bestimmer: Der Drang zu führen zeigte sich schon früh - gut 57 Prozent der befragten Vorstände engagierten sich als Klassen- oder Jahrgangssprecher. Außerdem waren viele aktiv in Vereinen oder in der Kirche. Top-Manager aus der Arbeiterklasse investierten im Schnitt 5,4 Stunden pro Woche in arbeitsferne Aktivitäten, ihre Kollegen aus dem Großbürgertum 10,2 Stunden.

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Quer durch alle Schichten zeichnet die Elternhäuser der befragten Vorstände eine starke Pflichtorientierung mit moderat konservativen Werten aus. Die Mehrheit (91,2 Prozent) hat sich in der Jugend durch Ferien- und Nebenjobs Geld dazuverdient. Fast 70 Prozent der Vorstände aus der Arbeiterklasse gaben an, Geld sei bei ihnen zu Hause knapp gewesen. Im Schnitt 12,4 Prozent der Vorstände hatten im Elternhaus fest angestelltes Personal.

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Vorstände aus höheren sozialen Schichten mussten schon als Kinder mobil sein. Sie haben dreimal so oft den Wohnort gewechselt (im Schnitt 1,5 Mal) wie ihre Kollegen aus der Arbeiterklasse. Gut zehn Prozent der befragten Vorstände sind Scheidungskinder.

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Fast jeder vierte Vorstand erhielt Bafög. 14,2 Prozent wurden im Studium durch eine Stiftung gefördert. Nur 6,3 Prozent der Manager aus der Arbeiterklasse kamen in den Genuss von Stiftungsgeld, dafür zwölf Prozent der Kollegen aus dem Großbürgertum.

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Fußball statt Oper: Sport prägt das Bild des Machers. Die beliebtesten Sportarten der Vorstände in der Jugend: Fußball, Tennis, Skifahren und Schwimmen. Bei den Erwachsenen hat Jogging den Fußball ersetzt, Schwimmen spielt keine große Rolle mehr.

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Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?