Schadstoffe in Flip-Flops: Analyse - DER SPIEGEL
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Stichprobe Flip-Flops mit Schadstoffen belastet

Bequem aber ungesund? Flip-Flops enthalten zum Teil Schadstoffe wie Blei oder gefährliche Weichmacher. Das hat eine Stichprobenanalyse im Auftrag des WDR ergeben. Manche der Substanzen belasten auch die Umwelt.
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Hamburg - Sie sind leicht, meistens billig - und besonders im Sommer sehr beliebt. Doch auf manche Flip-Flops sollte man vielleicht lieber verzichten: Eine Stichproben-Analyse im Auftrag des WDR  hat ergeben, dass das Schuhwerk Schadstoffe enthalten kann.

Sechs der zwölf Paare, die der Sender ins Labor geschickt hatte, waren demnach mit sogenannten polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, kurz PAK, belastet. Laut WDR handelte es sich dabei um Flip-Flops aus allen Preiskategorien. Das Labor hatte die Modelle auf Lösungsmittel, PAK und Schwermetallen hin untersucht.

Eines der zwölf Paare enthielt der Analyse zufolge vergleichsweise hohe Mengen an PAK. Gleichwohl: Bisher gibt es in Plastikprodukten für PAK keine Grenzwerte. Dabei gelten die Stoffe insbesondere als krebserregend. Vor allem Kinder sind laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfindlich. Bei Hautkontakt mit PAK-haltigen Produkten könnten die Stoffe in der Regel sehr gut über die Haut aufgenommen werden, heißt es in einem Dossier des BfR .

Starker Geruch nach Öl

Vom 27. Dezember 2015 an sollen Alltagsprodukte mit einem PAK-Gehalt von mehr als einem Milligramm pro Kilogramm verboten werden . Das gilt auch für Importprodukte. Laut Umweltbundesamt lassen sich mit PAK belastete Produkte nicht einfach erkennen. Ein Anzeichen sei aber der Geruch: Betroffene Gummi- oder Weich-PVC-Produkte können beim Kauf stark nach Öl oder Gummi riechen.

Bei dem Schuh mit der vergleichbar hohen PAK-Belastung handelte es sich dem WDR zufolge um ein Kindermodell der Marke Disney Pixar mit Motiven der beliebten Zeichentrickserie "Cars", das bei der Billig-Kette Kik verkauft wird. Laut WDR kündigte der Händler an, diese Flip-Flops aus dem Verkauf zu nehmen.

In vier der analysierten Modelle fanden die Laborprüfer vergleichsweise hohe Werte an Blei und Chrom. Diese könnten zwar nicht über die Haut aufgenommen werden, belasteten aber die Umwelt, wenn die Schuhe irgendwann im Müll landeten.

Lösungsmittel waren laut WDR in allen Schuhen nachweisbar, allerdings meist nur in Spuren. Zwei Schuhe rochen demnach nach Acetophenon, das vom BfR als hautreizend eingestuft wird und über die Haut aufgenommen werden kann.

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cib/dpa/AFP