Strengere Vorgabe bei E-Bikes Verkehrsexperte rät zu Helmpflicht
Auswahl an Fahrradhelmen: "Appell an die Vernunft eines jeden Einzelnen"
Foto: Tobias Kleinschmidt/ picture alliance / dpaBerlin - Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Martin Burkert, hat eine Helmpflicht für Fahrer von Elektrorädern ins Gespräch gebracht. "Fahrradhelme sind Lebensretter", sagte der SPD-Politiker der Nachrichtenagentur dpa. "Ich persönlich kann mir eine Helmpflicht vor allem für E-Bike- und Pedelec-Fahrer vorstellen".
Burkert appellierte zudem "an die Vernunft eines jeden Einzelnen", auch ohne Pflicht einen Helm beim Radfahren zu tragen. Entscheidend sei, dass es in Zukunft weniger Tote und Verletzte auf der Straße gebe.
Die Helmdebatte wird schon seit längerem geführt, Befürworter und Gegner einer Pflicht verteidigen ihre Positionen mit Inbrunst. Verschärft wurde die Diskussion nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Schleswig, das einer Radfahrerin eine Teilschuld zugewiesen hatte, nachdem sie von einem Auto angefahren worden war und sich dabei am Kopf schwer verletzt hatte.
Die meisten Radfahrer sind ohne Helm unterwegs
Die nun von Martin Burkert ins Spiel gebrachte Helmpflicht für E-Bikes zielt auf ein Fortbewegungsmittel, das immer beliebter wird. Bei den sogenannten Pedelecs unterstützt ein E-Motor den Fahrer beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Kilometer pro Stunde. Daneben gibt es E-Bikes, die auch fahren, ohne dass man in die Pedale tritt.
Nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums tragen im Schnitt 15 Prozent aller Radfahrer in Deutschland einen Fahrradhelm. Unter Kindern bis zehn Jahre seien es mittlerweile sogar 75 Prozent, berichtet die "Passauer Neue Presse" unter Berufung auf ein Papier des Ressorts. Union und SPD wollen laut Koalitionsvertrag "darauf hinwirken, dass deutlich mehr Fahrradfahrer Helm tragen". Eine generelle Helmpflicht für Radfahrer lehnt das Bundesverkehrsministerium ab.
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