Gedächtnistraining: Namen merken leicht gemacht - DER SPIEGEL
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Gedächtnistricks Ich weiß, wie du heißt!

Im Alltag lässt das Gedächtnis fast jeden gelegentlich im Stich. Wer kann sich schon neue Namen auf Anhieb merken? Vielleicht demnächst Sie - dank des Gedächtnistrainings von SPIEGEL CLASSIC.
Foto: Jörg Hülsmann / SPIEGEL CLASSIC
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Mnemosyne ist die griechische Göttin des Gedächtnisses. Daher stammt das Wort Mnemotechnik für Gedächtnistechniken. Es sind letztlich Merktricks und Eselsbrücken, mit denen wir Fakten, Namen oder Zahlen besser behalten können. Diese "Tricks" sind keine besonders effektive Schulung fürs Gedächtnis, aber sie stützen es. Zudem sind es aktive Techniken, dem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. In dieser Woche üben wir deshalb einen Merktrick, den Sie ab jetzt anwenden können, wenn es darum geht, sich Namen zu merken.

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Wichtig: Wir alle versuchen nicht erst seit heute, uns vertrackte Fakten oder Worte zu merken. Jeder hat zumindest zu Schul- und Ausbildungszeiten seine eigenen Merktechniken und Eselsbrücken gehabt, mit denen er gearbeitet hat. Kognitionspsychologe Hans Markowitsch rät deshalb: "Holen Sie am besten die Gedächtnistricks hervor, die Ihnen immer schon weitergeholfen haben." Das sei ein Anfang.

Und nun geht es darum, sich noch eine einfache neue "Eselsbrücke" anzueignen:

Namen erinnern.

Versuchen Sie, in dieser Woche alle Namen zu behalten, die Sie im Alltag hören und von denen Sie glauben, dass es wichtig sein könnte, sie sich zu merken. Falls Sie beruflich mit vielen Menschen zu tun haben, belassen Sie es bei einer Auswahl von zehn Namen. Falls Sie in manchen Wochen gar keine Fremden treffen, versuchen Sie sich etwa zehn Namen zu merken, die Sie in Romanen lesen, im Fernsehen hören oder in Unterhaltungen mit Bekannten aufschnappen.

Nur, wie geht das? Namen kann man sich am besten merken, wenn man sich eine bildliche, emotionale Eselsbrücke dazu baut. Denn unser Gehirn kann sich Bilder sehr viel besser merken als Begriffe. Verknüpfen Sie also Bilder und Namen auf emotionale Art. Beispiel: Sie möchten sich den Namen Elfie Gassner merken? Suchen Sie nach einem Bild, das diesem Namen nahekommt. Zum Beispiel eine Elfe, die eine Gasse entlang fliegt. Falls Ihnen dieses Bild zusagt, stellen Sie es sich vor Ihrem inneren Auge bildhaft vor, wenn Sie an Elfie Gassner denken. Vielleicht spüren Sie sogar den Lufthauch, wenn sie an Ihnen vorbei saust. Am Anfang erscheint das etwas mühsam. Aber Sie werden merken, dass Sie schnell Übung darin bekommen, Namen mit einer visuellen Assoziation zu verknüpfen.

Wichtig: Wenn Sie neue Namen hören, lassen Sie sich etwas Zeit. Fragen Sie noch mal genau nach, wiederholen Sie den Namen, nehmen Sie sich für Ihre Assoziation einen Moment Zeit. Sie werden sehen: Sie werden sich vielleicht nicht alle zehn Namen der Woche merken, aber ganz sicher einige dauerhaft - und für viele Menschen ist allein das Wissen, dass sie ihrer Namensschusseligkeit nicht ausgeliefert sind, eine Hilfe.

Wenn Ihnen diese Eselsbrücke zum Namenmerken hilft, wenden Sie diese doch auch in Zukunft weiter an! Mit der Zeit werden Sie sich an sehr viel mehr Namen erinnern.

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