Gedächtnistraining Wissen Sie noch, wie Ihr Kinderzimmer aussah?
Es gibt Tätigkeiten, die das Gedächtnis mehr schulen als andere. Das Aufschreiben oder Erzählen von Geschichten aus der Erinnerung gehört dazu, ebenso wie aktives Lesen. Wie das geht? Das erklären wir Ihnen hier.
In dieser Woche besteht die Trainingseinheit darin, sich in Bezug aufs Lesen oder Geschichtenerzählen ein paar neue Gewohnheiten zuzulegen. Das macht natürlich vor allem für Menschen Sinn, die gern erzählen, schreiben und lesen. Aber auch für alle anderen ist es einen Versuch wert, denn die gedächtnisaktivierenden Techniken machen Spaß und aktivieren die grauen Zellen besser als jedes Kreuzworträtsel.
Die Übungen in dieser Woche erfordern ein bisschen Zeit und Flexibilität. Entscheiden Sie selbst, welche besser zu Ihrem Alltag passt.
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Für Bücherfreunde: Lesen mal anders
Nehmen Sie einen Roman, ein Sachbuch oder eine Zeitschrift - und einen Stift. Fangen Sie an zu lesen und unterstreichen Sie Sätze, die wichtig sind und die Kernthesen eines Abschnitts zusammenfassen. Machen Sie Stichworte zu Hauptthemen am Rand. Nach etwa vier Seiten bei Sachbüchern und etwa acht Seiten bei Romanen machen Sie eine Pause.
Versuchen Sie im Stillen zu rekapitulieren, was die wichtigsten Punkte dieses Abschnitts waren. Dann lesen Sie noch zwei weitere Abschnitte auf dieselbe Weise. Diese Art des "aktiven Lesens" festigt erwiesenermaßen Inhalte im Gehirn - und schult es.
Erproben Sie die Technik in dieser Woche drei Mal. Und: Wenn Sie die Gelegenheit haben, erzählen Sie Ihrem Partner oder einem Freund von den Inhalten und Thesen, über die Sie gelesen haben. Sie werden sehen: Es geht wahrscheinlich besser als sonst.
Für Erzähler: Meine erste eigene Wohnung
Erinnern trainiert das Gedächtnis nicht so effektiv wie das Lernen neuer Informationen, doch es verstärkt bereits bestehende "Gedächtnisbahnen". Sie erzählen gern Geschichten von früher? Dann los. Suchen Sie sich entweder eine Person, der Sie eine erinnerungsreiche Geschichte erzählen dürfen oder schreiben Sie eine Erinnerung möglichst präzise auf.
Für den Anfang ist das Aufschreiben einfacher. Unser Themenvorschlag dazu: "Meine erste eigene Wohnung".
Setzen Sie sich hin und schreiben Sie auf, wie es in Ihrer ersten Wohnung oder Ihrem ersten Haus aussah. Beschreiben Sie Möbel und Bilder, überlegen Sie, wie Badezimmer, Schlafzimmer und Küche eingerichtet waren. Welche Gegenstände waren wichtig? Was war eine Lieblingsecke? Was hat man aus den Fenstern gesehen? Schreiben Sie los. Oder erzählen Sie los (ohne sich unterbrechen zu lassen).
Versuchen Sie, sich so detailliert wie möglich zu erinnern. Forschen Sie in vergrabenen Erinnerungen. Sie werden sich wundern, wie viele Kleinigkeiten Ihnen einfallen werden, an die Sie lange nicht gedacht haben.
Wichtig: Wiederholen Sie diese Übung in dieser Woche noch ein weiteres Mal. Themen für Erinnerungen wären beispielsweise "Ein Ausflugstag in meiner Kindheit" oder "Wie sah mein erster Arbeitsplatz aus?"