Gedächtnistraining Laufen bringt mehr als Gehirnjogging
Bewegung tut unserem Gehirn gut. Das beste Gedächtnistraining ist erwiesenermaßen ein moderates Ausdauertraining. Wer zwei bis drei Mal in der Woche 30 Minuten lang laufen geht, schwimmt oder Nordic Walking macht, wird bald merken, dass er sich mehr merken kann. Ebenfalls effektiv: Koordinationsübungen. Unter dem Begriff "Brain Gym" werden Übungen zusammengefasst, die besonders effektiv Nervenzellen verknüpfen und das Gedächtnis kurzfristig in Schwung bringen.
Brain Gym kann man mehrfach am Tag machen - die Übungen dauern jeweils nur eine oder zwei Minuten. In dieser Woche geht es also darum, solche kleinen Bewegungseinheiten in den Alltag einzubauen.
Wie das geht? Machen Sie es sich zur Gewohnheit, eine der folgenden Übungen immer dann zu machen, wenn Sie sich etwas zu trinken holen, einen Kaffee oder ein Glas Wasser zwischendurch. Wer gerade mit anderen zusammen ist, braucht das natürlich nicht zu tun. Aber wenn man unbeobachtete Momente nutzt, bleiben meist immer noch vier bis fünf Gelegenheiten pro Tag. Sie haben wieder die Möglichkeit, zwischen Aufgaben für Einsteiger und Fortgeschrittene zu wählen.
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Für den Einstieg:
Windmühle: Kreisen Sie den rechten Arm in großen Bewegungen vorwärts und den linken Arm gleichzeitig rückwärts. Nach 20 Wiederholungen wechseln Sie die Richtung.
Liegende Acht: Stellen Sie sich hin. Nun heben Sie ein Bein leicht an. Malen Sie nun mit diesem Bein eine liegende Acht vor sich in die Luft. Jeweils drei Mal nach vorne und drei Mal seitlich. Wechseln Sie anschließend das Bein.
Für Fortgeschrittene:
Doppelschlag: Legen Sie die linke Hand auf Ihr linkes Bein. Die Handfläche schaut dabei nach oben. Legen Sie Ihre rechte Hand auf Ihr rechtes Bein - hier schaut jedoch der Handrücken nach oben. Heben Sie nun im Takt beide Hände an. Machen Sie eine Faust und legen Sie sie umgekehrt wieder ab.
Formen zeichnen: Zeichnen Sie in die Luft gleichzeitig mit der linken Hand ein Dreieck und mit der rechten Hand ein Viereck. Wechseln Sie die Seiten. Wer es noch belebender mag: Malen Sie mit der rechten Hand ein Viereck und mit dem linken Fuß ein Dreieck in die Luft.
Sportskanonen aufgepasst: Brain-Gym-Übungen sind immer dann nützlich, wenn man keinen Ausdauersport machen kann. Wenn unsere Übungen für Sie viel zu leicht sind, nehmen Sie die Trainingseinheit dieser Woche vielleicht lieber zum Anlass, mal wieder die Laufschuhe zu schnüren und joggen zu gehen. Oder gehen Sie schwimmen oder spazieren.
Wenn Sie einen leichten Ausdauersport oder auch nur die hier skizzierten Übungen nach dem Acht-Wochen-Training konsequent weiterführen, haben Sie sich ein einfaches, exzellentes Gedächtnistraining "gebastelt". "Denn nichts schult die Merkfähigkeit besser als ein moderates Ausdauertraining", sagt Kognitionspsychologe Hans Markowitsch. Statt "Gehirnjogging" ist also echtes Jogging ein wahrer Fitmacher fürs Gedächtnis.