Goldman Sachs lockert Dresscode - DER SPIEGEL
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Dresscode Goldman Sachs lockert Kleidervorschriften

Krawatte, Hemd und Anzug? Wer im Büro der US-Investmentbank Goldman Sachs arbeitet, darf darauf in Zukunft verzichten. Doch die neue Regelung gilt nur für einen kleinen Teil der Angestellten.
Schrille Socken waren einer der ersten Trends, mit denen Tech-Mitarbeiter in US-Büros auffielen (Archivbild)
Schrille Socken waren einer der ersten Trends, mit denen Tech-Mitarbeiter in US-Büros auffielen (Archivbild)

Schrille Socken waren einer der ersten Trends, mit denen Tech-Mitarbeiter in US-Büros auffielen (Archivbild)

Foto: Happy Socks
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die US-Investmentbank Goldman Sachs ist eigentlich eher bekannt für zugeknöpfte Mitarbeiter. Nun hat Goldman Sachs den Dresscode jedoch gelockert - zumindest für Computerspezialisten. Dadurch will die Bank attraktiver für junge Arbeitnehmer werden.

In einer internen Mitteilung, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, heißt es, IT-Mitarbeiter sollen künftig selbst entscheiden, welche Kleidung sie angemessen finden. Genaue Vorgaben gibt es nicht. Unklar ist beispielsweise, ob fortan Kapuzenpullover und Turnschuhe akzeptiert werden.

Die Idee für den legeren Büro-Look stammt offenbar von Elisha Wiesel, seit Januar Technologiechef von Goldman Sachs. Auch andere Banken haben ihren Dresscode bereits gelockert. JP Morgan erlaubt seinen Angestellten seit vergangenem Jahr "legere Geschäftskleidung".

Der Grund: Die Bankenbranche hat Nachwuchssorgen. Vor allem Softwareentwickler werden dringend gesucht. Und die werden auch von Hedgefonds und Firmen aus dem Silicon Valley umworben, die meist lukrativere Arbeitsbedingungen zu bieten haben - und es jedem selbst überlassen, in welchem Outfit er oder sie ins Büro kommen will.

Ungefähr ein Drittel der 34.000 Angestellten bei Goldman Sachs arbeitet in der IT-Sparte. Die anderen müssen sich weiterhin an einen professionellen Dresscode halten.

koe/Reuters