Der Fluss - DER SPIEGEL
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Kino in Kürze Der Fluss

• aus DER SPIEGEL 11/2002
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»«, der am Stadtrand von Taipeh dahinfließt, ist eine trübe Brühe: Der junge Arbeitslose namens Xiao Kang, der als Filmkomparse hineingetaucht ist, bekommt Fieber, Ausschlag, rasende Nackenschmerzen, und kein Masseur, kein Akupunkteur, kein Schamane bringt Linderung. Doch schmutziges Wasser tropft auch in der tristen Plattenbauwohnung, wo Xiao Kang mit seinen Eltern haust, von der Decke: Offenbar ist es ein Zeichen für insgesamt vergiftete und desolate Verhältnisse, wo die Mutter mit einem Porno-Kleinhändler herumzieht und der Vater Strichjungen nachsteigt. Der taiwanische Regisseur Tsai Ming-Liang, 44, dessen dritter Kinofilm »Der Fluss« ist, bewegt sich mit bedrückendem Ernst durch seine Schattenwelt.

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