Aus für Klatschblatt Burda stellt "Chatter" ein
Klatschblatt "Chatter": "Sehr junge Zielgruppen"
Foto: ChatterHamburg - Es mag unklug gewesen sein, das Blatt so zu benennen, dass sich sein Titel bei unsauberer Aussprache wie eine Käsesorte anhört - wird so doch eine Assoziation geweckt, die fast schon ausgestorben schien: Das so altbackene wie abschätzige Wort "Käseblatt". Und altbacken, das sollte " Chatter" nun gar nicht sein.
Noch zur Einstellung vermeldet Burda fast stolz, es sei "'Chatter' auf Anhieb" gelungen, "Platz zwei der jungen Peoplemagazine" einzunehmen, dies sei "eine sehr gute Resonanz bei sehr jungen Zielgruppen."
Wohl nicht genug. Ende August wurde Chefredakteur Boris Hächler abgelöst. Und während der eine oder andere Medientheoretiker noch über das genaue Alter der "sehr jungen Zielgruppen" sinnieren mag, hat Reinhold G. Hubert, Geschäftsführer des zuständigen Burda Medien Park Verlag, das Produkt nun, wie es in einer Pressemitteilung heißt, gänzlich "aus dem Markt genommen"; denn: "Wir haben nicht den anvisierten Massenmarkt erreicht."
Vielleicht versucht's der Verlag bald mit einem neuen Käseblatt. Wie wär's mit "Läster"?