Charlie Hebdo: Satiremagazin erscheint vorerst nicht - DER SPIEGEL
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Erscheinungstermin ungewiss "Charlie Hebdo" pausiert

Sieben Millionen Hefte, Dutzende Demonstrationen: Die erste Ausgabe der französischen Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" nach dem blutigen Anschlag hatte mit einer Mohammed-Karikatur auf der Titelseite weltweit für Wirbel gesorgt. Nun legen die Redakteure eine Pause ein.
Erste "Charlie Hebdo"-Ausgabe nach dem Terrorangriff: Mohammed weint
Erste "Charlie Hebdo"-Ausgabe nach dem Terrorangriff: Mohammed weint

Erste "Charlie Hebdo"-Ausgabe nach dem Terrorangriff: Mohammed weint

Foto: AFP/ Charlie Hebdo
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Paris - Sieben Millionen Mal wurde die letzte Ausgabe des französischen Satiremagazins "Charlie Hebdo" gedruckt. In Deutschland war sie schon innerhalb weniger Minuten ausverkauft. Doch nun setzt das Magazin sein Erscheinen vorerst aus. Das kündigt die Redaktion auf ihrer Homepage an.  

Das "Charlie Hebdo"-Team danke allen Lesern für die Unterstützung in den vergangenen Wochen, heißt es dort: "Wir werden euch nicht vergessen." In "den nächsten Wochen" werde es das Heft wieder am Kiosk geben. Die Mitarbeiter seien müde und erschöpft, teilte eine Sprecherin des Satiremagazins mit.

Die letzte Ausgabe von "Charlie Hebdo" erschien genau eine Woche nach dem Terroranschlag mit acht statt 16 Seiten - und einer Mohammed-Karikatur auf dem Titelblatt. Rund ein Dutzend Mitarbeiter hatten in den Redaktionsräumen der linksgerichteten "Libération" daran gearbeitet. Die Büros des Satireblatts konnten wegen der laufenden Ermittlungen nicht genutzt werden.

Bereits im Jahr 2012, als die Redaktionsräume von "Charlie Hebdo" nach der Veröffentlichung vom Mohammed-Karikaturen durch einen Brandanschlag verwüstet worden waren, hatte "Libération" die Kollegen des Satiremagazins vorübergehend beherbergt.

"Charlie Hebdo" hatte zuletzt eine wöchentliche Auflage von rund 60.000 Exemplaren, in der Regel wurden davon 30.000 verkauft. Die erste Ausgabe nach dem Terroranschlag war in 16 Sprachen erschienen. Üblicherweise wurden pro Ausgabe nur rund 4000 Exemplare ins Ausland verkauft, diesmal gingen Hunderttausende Hefte in 25 Länder.

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