Nachrufe 2015 Sie sind nicht mehr da
Nachrufe 2015: Sie sind nicht mehr da
Nachrufe 2015: Sie sind nicht mehr da
Helmut Schmidt: Der Jahrhundert-Lotse
Helmut Schmidt war Politiker, Publizist und Philosoph, Weltökonom und Weichensteller. Erst in seinen letzten Lebensjahren erkannten die Deutschen, was sie an dem Altkanzler hatten.
Rückblick auf ein außerordentliches Leben von Hans-Jürgen Schlamp
"Charlie Hebdo"-Karikaturisten: Vier spitze Federn
Bei dem Anschlag auf "Charlie Hebdo" kamen auch vier der bekanntesten Cartoonisten Frankreichs ums Leben: Cabu, Tignous, Charb und Wolinski. Ihr Werk ging weit über Mohammed-Karikaturen hinaus.
Von Moritz Piehler
Anita Ekberg: Die ewige Nixe
Anita Ekberg im Brunnen - diese eine Szene in Fellinis "La Dolce Vita" ging 1960 in die Filmgeschichte ein.
Mehr über die Ikone der Sinnlichkeit
Alan Kurdi: Tod im Mittelmeer
Die Familie floh aus dem schwer umkämpften Kobane und versuchte, nach Europa zu gelangen. Doch ihr Schlepperboot kenterte.
Mehr über das kurze Leben des Alan Kurdi
Richard von Weizsäcker: Ein einziger, befreiender Satz
Er hat dieses Amt geprägt wie kein anderer Bundespräsident. Sein Ansehen verdankt Richard von Weizsäcker einer einzigen wichtigen Rede - und einer zentralen Aussage zum Jahrestag des Kriegsendes.
Der Nachruf von Karl-Ludwig Günsche
Leonard Nimoy: Er war es immer und wird es immer sein - Mr. Spock
Kaum ein Schauspieler verschmolz so mit seiner Rolle wie Leonard Nimoy: Als halb-vulkanischer Offizier Spock an Bord der Enterprise wurde er zur Ikone. Faszinierend.
Der Nachruf von Frank Patalong
Gerhard Mayer-Vorfelder: Der schwäbische Patriarch
Gerhard Mayer-Vorfelder war eine Reizfigur. Politisch hat er provoziert, den VfB Stuttgart als Vereinsboss zuweilen wie seine Privatsache behandelt. Aber als DFB-Chef legte er den Grundstein für die heutigen Erfolge.
Der Nachruf von Peter Ahrens
Johanna Quandt: Die Großaktionärin
Sie war eine der bekanntesten Unternehmerinnen Deutschlands, galt als bescheiden und außerordentlich wohltätig: Johanna Quandt, Großaktionärin des BMW-Konzerns.
Mehr über die zweitreichste Frau Deutschlands
Philipp Mißfelder: Der Netzwerker
Mit nur 35 Jahren starb der Außenpolitiker Philipp Mißfelder an einer Lungenembolie. Sein Tod schockierte das politische Berlin, der CDU-Politiker hatte auch in der SPD viele Freunde.
Der Nachruf von Severin Weiland
Günter Grass: Abschied von einer Jahrhundertfigur
Als Schriftsteller überragte er die Literatur der Bundesrepublik, als streitlustiger Debattierer prägte er das politische Selbstverständnis des Landes.
Sebastian Hammelehle über eine der großen Figuren der jüngeren deutschen Geschichte
Henning Mankell: Düsterer Aufklärer
Henning Mankell war Krimigenie und altlinker Moralist. Er schrieb nicht nur Bestseller, sondern auch stets gegen die Ungerechtigkeiten der Welt an.
Erinnerungen an einen Wütenden von Gerhard Spörl
Hellmuth Karasek: Geliebter Luftikus
Witzeerzähler, Polemiker, Charmeur: Hellmuth Karasek war einer der Ersten, die Kulturkritik in große Unterhaltung übersetzten.
Verbeugung vor einem Beglücker von Wolfgang Höbel
Pierre Brice: Indianer unser
Als "Winnetou" verkörperte er die Kindheitsträume von Millionen Menschen, für viele Deutsche war er der Inbegriff des Indianers. Er, der mit seiner Rolle so verwuchs, dass sie fast zur Last wurde, ging in die ewigen Jagdgründe ein.
Der Nachruf von Mathias Zschaler
Harry Rowohlt: Ein Bär von sehr großem Verstand
Harry Rowohlt war Übersetzer, großartiger Kolumnist, Unterhalter. Eine Verbeugung vor einem Mann, der nicht nur Geistesgröße, sondern ein Naturereignis war.
Von Arno Frank
Christopher Lee: Das Böse im Blick
Dracula und die Mumie, Scaramanga und Saruman: Christopher Lee war auf Schurken und Schrecken abonniert. Er schaffte es, aus Trash eine Tugend zu machen.
Der Nachruf von Andreas Borcholte
Hans Mommsen: Der Entzauberer
Streitbar, unbequem und unendlich klug: Hans Mommsen war der bedeutendste deutsche Zeithistoriker. Er schreckte nie davor zurück, den Deutschen die Leviten zu lesen.
Der Nachruf von Marc von Lüpke
Dettmar Cramer: Der Welttrainer
Er galt in der Öffentlichkeit als "Fußball-Napoleon", dabei war Dettmar Cramer vielmehr der väterliche Trainertyp. Davon profitierten Profis in der ganzen Welt - von Japan bis Griechenland.
Der Nachruf von Erik Eggers
Günter Schabowski: Ein Satz fürs Geschichtsbuch
Putschist oder Parteibonze? Günter Schabowski sah sich als den Helden an, der die Mauer zu Fall brachte. Dabei legte er eine astreine SED-Karriere hin. Sein berühmter Satz war nur ein Versehen, das er hinterher fleißig umdeutete.
Der Nachruf von Stefan Berg
Udo Lattek: Der letzte Preuße
Mit Udo Lattek ist einer der erfolgreichsten Trainer gestorben, den die Bundesliga je hatte. Neu erfinden wollte er den Fußball nie, er machte einfach das Beste aus seinen Möglichkeiten.
Der Nachruf von Peter Ahrens
Helmut Dietl: Geliebtes Schlitzohr
Als es in Deutschland bleiern zuging, brachte Helmut Dietl Stil und Witz ins Fernsehen. Am besten war der Regisseur von "Kir Royal" und "Schtonk", wenn die Moral dünn und das Leben prall war.
Der Nachruf von Christian Buß
Egon Bahr: Wegbereiter der Einheit
Geschmäht und verleumdet, geehrt und gefeiert: Egon Bahr war zeitlebens umstritten. Als engster Vertrauter von Willy Brandt gestaltete er die deutsche Ostpolitik - oft im Verborgenen.
Der Nachruf von Karl-Ludwig Günsche
Jonah Lomu: Der Rugby-Revolutionär
Er starb im Alter von 40 Jahren, sein Tod schockiert die Sportwelt: Jonah Lomu prägte mit seiner Kraft und Leidenschaft das moderne Rugby wie niemand sonst.
Der Nachruf von Lukas Rilke
Alexander Schalck-Golodkowski: Goldfinger Ost
Er nannte es "kommerzielle Koordinierung": Alexander Schalck-Golodkowski besorgte über dubiose Kanäle alles, was die DDR brauchte - Westkontakte, Westtechnik, Westgeld.
Der Nachruf von Peter Wensierski
Omar Sharif: Dieser Blick
"Ich hätte gern das Leben des Omar Sharif gelebt, das in den Zeitungen beschrieben wurde", sagte Omar Sharif einmal. Und ließ seine unverschämt schön glitzernden Augen glitzern.
Nachruf auf einen außergewöhnlichen Schauspieler von Wolfgang Höbel
Klaus Bednarz: Selbstverständlich politisch
Er deckte auf, prangerte an und prägte damit den politischen Diskurs in der Bundesrepublik: Der Journalist Klaus Bednarz, fast 20 Jahre lang das Gesicht des kritischen Politmagazins "Monitor", war ein unermüdlicher Aufklärer und Provokateur.
Der Nachruf von Mathias Zschaler
Fritz J. Raddatz: Er war das Feuilleton
Wenn er schrieb, umwehte ihn der Weltgeist: Im deutschen Kulturbetrieb war Fritz J. Raddatz eine Ausnahmeerscheinung.
Der Nachruf von Sebastian Hammelehle
Jules Bianchi: "Bis zum Ende gekämpft"
Neun Monate lag Jules Bianchi im Koma, schließlich erlag er seinen Verletzungen. Sein Unfall hat die Formel 1 schockiert.
Mehr zum Tod des 25-jährigen Rennfahrers
James Last: Leader, aber lässig
Was Musik anging, kannte er keine Grenzen: Der Bandleader, Komponist, Arrangeur und Produzent James Last war einer der wenigen deutschen Weltstars. Sein Schaffen zeichnete sich durch Leidenschaft und Arbeitseifer aus.
Der Nachruf von Christoph Dallach
Alfred Neven DuMont: Der Gutsherr
Alfred Neven DuMont war einer der wichtigen Zeitungsverleger des Landes - und eine Persönlichkeit, die polarisierte. Inhaltlich meisterte er den Spagat zwischen Hochkultur und Boulevard.
Der Nachruf von Frank Patalong
Luc Bondy: Lehrmeister der Leichtigkeit
"Man darf nicht abgefuckt und zynisch werden": Luc Bondy war ein großer, eleganter Regisseur und Lebenskünstler. Er hat dem deutschsprachigen Theater die Welt gezeigt.
Der Nachruf von Wolfgang Höbel
André Glucksmann: Seher in der Nacht
Vom militanten Maoisten zum gemäßigten Humanisten: Für den Philosophen André Glucksmann war das Recht auf Einmischung der Kern einer linken Haltung.
Der Nachruf von Romain Leick
Michele Ferrero: Der reichste Mann Italiens
Der Konditor aus dem Piemont formte die kleine Bäckerei seines Vaters zu einem Imperium. Er war Innovator und hielt sich dabei weitgehend im Verborgenen. Ein Nachruf auf den Mann, der Nutella in viele Küchen dieser Welt brachte.
Der Nachruf von Isabell Prophet
Alan Kurdi: Tod im Mittelmeer
Die Familie floh aus dem schwer umkämpften Kobane und versuchte, nach Europa zu gelangen. Doch ihr Schlepperboot kenterte.
Mehr über das kurze Leben des Alan Kurdi
Fritz J. Raddatz: Er war das Feuilleton
Wenn er schrieb, umwehte ihn der Weltgeist: Im deutschen Kulturbetrieb war Fritz J. Raddatz eine Ausnahmeerscheinung.
Der Nachruf von Sebastian Hammelehle