Gene Wilder: Der traurige Witzbold
Comedy-Ikone Gene Wilder Seine besten Rollen
In den Siebziger- und Achtzigerjahren war Gene Wilder eine Comdey-Macht. Der Mann, der von sich behauptete, sich selbst überhaupt nicht witzig zu finden, brachte die Massen zum Lachen wie kein anderer Komiker der Zeit. Kollege Billy Crystal twitterte über ihn: "Sein Filmvermächtnis ist inspirierend. Ein echtes Genie". Hier eine Auswahl seiner besten Filme.
"Charlie und die Schokoladenfabrik"
Foto: ddp imagesIn "Charlie und die Schokoladenfabrik" (1968), der Verfilmung des Kinderbuchklassikers von Roald Dahl, spielt Gene Wilder den Schokoladenfabrikanten Willy Wonka. Fünf Kinder dürfen mit goldenen Eintrittskarten seine Fabrik besichtigen und erleben dabei magische Dinge. Wilder ist in fast jeder Szene des Films zu sehen und für viele, die das Original kennen, der einzig wahre Willy Wonka - trotz des Johnny-Depp-Remakes von 2005.
"Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten"
Foto: ddp images/ interTOPICS/ mptvVon ganz anderem Kaliber war Gene Wilders Auftritt in Woody Allens durchgeknallter Episodenkomödie "Was Sie schon immer über Sex wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten" (1971). Zu gepflegter Barmusik checkt da ein Mann im Hotel ein, ein Schaf unter dem Arm. "Möchten Sie, dass ich das 'Nicht stören'-Zeichen an die Tür hänge?", fragt der Portier freundlich. "Oh ja, das wäre nett", antwortet der Mann - um dem Schaf dann seine Liebe zu gestehen und eine leidenschaftliche Nacht mit ihm zu verbringen.
"Der wilde Wilde Westen"
Foto: AP/ Capital PicturesMehr scharfe Rassismus-Satire als kalauernde Cowboy-Komödie ist Mel Brooks' "Der wilde Wilde Westen" (1974). Gene Wilder spielt den ehemaligen Revolverhelden Kid the Kid, der dem schwarzen Sheriff Bart gegen einen mächtigen (weißen) Eisenbahn-Tycoon beisteht. In dessen Armee kämpfen nicht nur Banditen, sondern auch Rocker und Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg.
"Trans-Amerika-Express"
Foto: ddp images/ United ArchivesDer schwarze Komiker Richard Pryor wurde bald darauf Gene Wilders Lieblingspartner. Insgesamt vier Filme drehten die beiden gemeinsam. Der erste und beste ist "Trans-Amerika-Express" (1976) von Action-Regisseur Arthur Hiller. Darin spielt Wilder einen Kochbuchverleger, der an Bord eines Zuges in ein Mordkomplott verwickelt wird. Pryor als Kleinkrimineller will ihm helfen, sorgt aber dafür, dass sich das Chaos immer weiter ausbreitet und in einem absurden Happening endet.
"Die Frau in Rot"
Foto: ddp imagesInsgesamt fünf Mal führte Wilder selbst Regie und schrieb das Drehbuch. Sein größter Erfolg war die Liebeskomödie "Die Frau in Rot" (1984). Wilder spielte die Hauptrolle an der Seite von Kelly LeBrock, einem der bekanntesten Models der Achtzigerjahre. Der Film wurde berühmt für die Szene, in der die von LeBrock gespielte geheimnisvolle Schöne auf einem Lüftungsschacht steht - eine Hommage an den Klassiker "Das verflixte siebte Jahr" mit Marilyn Monroe. Noch berühmter als der Film wurde der Soundtrack von Stevie Wonder, der mit dem Song "I Just Called To Say I Love You" einen Überhit landete.